Emendatiouen zur Naturalis Historia des Plinius.
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einfach beseitigt werden, noch ist es wahrscheinlich, dass sie
aus eum verdorben seien, wie Mayhoff angenommen hat, da
Plinius ebenso wie Tacitus das Pronomen bei dem Participium
wegzulassen liebt 1 und weil dann die Parenthese neben den
schon bezeichneten Uebelständen noch den hätte, dass sie eng
zusammengehörige Redetheile willkürlich trennte und dadurch
die Rede zerhackt würde. Zuletzt macht das nturn des Riccardianus,
wie Sillig richtig urtheilte, eher als das tum der übrigen
Manuscripte den Eindruck des Ursprünglicheren. Gehen wir
aber von da aus, so führt inediantum auf inedia icim tum. Dies
aber kann so wenig genügen, wie das blosse tum und es wird
noch tum in cum geändert werden müssen: crucicibatque inedia
iam cum poena etc. ,schon hatte sich Hunger zu dem Schmerze
gesellt, der ihn gerade an dem Werkzeuge plagte, womit er
Beute machen und den Hunger stillen konnte'. Das überflüssige
eins ist doch erträglich, da es in dem zurücktretenden Satzgliede
und nicht in unmittelbarer Verbindung mit cruciabat
suspectäntem steht.
Im Folgenden dann hat Sillig mit Recht fortuitus vor
fortuitu bevorzugend fortuitis hergestellt und Mayhoff nach
Anleitung von midtoque diutius entschieden glücklich diu aus
dem überlieferten dum eruirt, aber er hat einerseits nicht alle
Schriftzüge verwerthet und andererseits waren, was Elpis an
dem Thiere sah, nicht wirkliche Zufälligkeiten, sondern konnten
nur möglicher Weise Zufälligkeiten sein, daher statt dum zu
schreiben sein wird diu ut. Ueber die .Auslassung des Verglichenen
(diu Ins ut fortuitis) vgl. Wölfflin, Philologus 27
S. 129. IPeraeus zu Tacitus Hist. 1, 13. Weissenborn zu Livius
32, 23, 5. Sonach würde die ganze Stelle folgendennassen
lauten:
os morsu avidiore inhaeserat dentibus cruciabatque inedia
iam cum poena in ipsis eius telis suspectäntem ac velut mutis
precibus orantem. diu Ut fortuitis fidens non est contra feram,
midtoque diutius etc.
1 Bezüglich des Gebrauches bei Tacitus s. meine Beitr. z. Krit. u. Erkl.
des Tac. III. S. 8 ff.; aus Pliiiius vgl. 5, 84; 9, 92; 10, 1; 10, 124; 35,
• r >9; 35, 104; 8, 95; 21, 12; 10, 125; 36, 24 u. A.