Emenclationen zur Naturalis Historia des Plinius.
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5, 20.
In der topographischen Beschreibung von Mauretania
Caesariensis heisst es nach der übereinstimmenden Ueberlieferung
der Handschriften in allen Ausgaben:
Quiza Cenitana peregrinorum oppidum, Arsennaria Latinorum,
III milibus passuum a mari. Cartenna colonia Augusti.
legio secunda. item colonia eiusdem deducta cohorte praetoria
Gunugu, promunturium Apollinis oppidnmque ibi celeberrimum
Caesarea etc.
Offenbar soll gesagt werden, dass durch die Ansiedlung
von Veteranen der zweiten Legion Cartenna zur Colonie geworden
sei. Dann aber konnten die Worte Cartenna colonia
Augusti. legio secunda unmöglich so völlig frei neben einander
gestellt werden, sondern mussten sich zu einem Satze verbinden.
Es ist zwar die Darstellung des Plinius vielfach skizzenhaft
und abgerissen, aber immer nur, wo das Einzelne an sich
Sinn und Bedeutung hat, in der Aufzählung, sei’s an der
Spitze, die oft die Form von Ueberschriften annimmt, oder in
der Ausführung, die regelmässig wie ein blosses Verzeichniss
aussieht. Aber es geschieht nicht und kann nicht geschehen,
als sie auch in der Praefatio p. IX zur Charakteristik der Compilation
des Soiinus ausgebeutet ist. Mornmsen merkt nämlich p. 1Ü0 zu Z. 1 u.
2: (Hyperborei) incolunt pone Pterophoron, quem ultra aquilonem accepimus
iacere. gens beatissima. Folgendes an: ,gens beatissima, quod in
orationis tenorem non recte receptum est, remansit ex iis quae pvoxime
praececlunt apud Plinium 4, 90: hoc genus sepulturae beatissimum £ hat
aber dabei übersehen, dass Solinus hier wie so oft in der Anordnung
des Stoffes von seiner Quelle abweicht. Während Plinius zweimal auf
die Wohnsitze der Hyperboreer zu sprechen kommt, zuerst §. 89 und
dann in dem Berichte über ihre Lebensweise wiederum §. 90, fasst
Solinus Beides zusammen, und seine Worte: incolunt— gens beatissima
schliessen sich nicht an §. 90 bei Plinius, sondern an §. 89, an die
Worte: pone eos montes ultraque Aquilonem gens felix (si credimus), quos
Hyperboreos appellavere 7 annoso degit aevo. Es ist also gens beatissima
bei Solinus für gens felix bei Plinius eingetreten. Auch passt gens beatissima
bei Solinus ganz gut in den Gang der Rede, da es einfach Apposition
zu dem in incolunt liegenden Subject ist und nur durch Comma
vom Vorausgehenden zu trennen ist. Von einer Nachlässigkeit des Solinus,
wie sie ihm von Mornmsen imputirt wird, kann also durchaus keine
Rede sein.