Süd arabische Studien.
173
dass er durch dieses Werk, welches nach einer besondern
Methode angelegt und in dem die meisten medicinischen Pflanzen
beschrieben und die Gebrauchsweise angegeben ist, sich
ein ruhiges Alter und eine gesicherte Existenz geschaffen habe.
Als sein Todesjahr wird das Jahr 573 d. H. angegeben.
C.
Der Druck dieser Arbeit war schon ziemlich vorgerückt,
als ich von Herrn Capitain S. B. Miles eine zweite Copie vom
zehnten Buche des Iklil und eine bis jetzt mir unbekannte
Kaside, die ebenfalls die Geschichte Jemens zum Gegenstand hat,
erhalten habe. Indem ich hiermit die angenehme Pflicht erfülle,
Her rn Miles öffentlich meinen verbindlichsten Dank auszusprechen,
bemerke ich, dass die Copie des Iklil von derselben
Hand und ohne Zweifel auch nach derselben Vorlage angefertigt
worden ist, wie die des Herrn Cap. Prideaux. Für
die Textkritik wird also daraus wenig oder gar nichts zu holen
sein. Was mich daran interessirt, sind einige Anhänge, die
hei Prideaux fehlen und deren Werth erst geprüft werden
muss. Anders aber verhält es sich mit der Kaside, die, wie
mich schon eine flüchtige Prüfung überzeugt hat, Neswän
Vorgelegen haben muss. Ich begnüge mich, liier nur einige
kurze Notizen über dieselbe zu geben und behalte es mir
vor, gelegentlich Ausführlicheres mitzutheilen. Die Kaside
beginnt:
Die Kaside zählt 325 Verse und ist mit einem grossentheils
sachlichen Commentar versehen, der vom Dichter selber
herzurühren scheint. Mit Ausnahme der 4 ersten Verse ist