Südarabische Studien.
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B.
Ueber das Leben des Ne sw an al-Himjari herrscht ein
tiefes Dunkel. Es scheint, dass seine Schriften ausserhalb
Jemens keine grosse Verbreitung gefunden haben, sein Leben
in Folge dessen unbekannt geblieben oder sagenhaft ausgeschmückt
worden ist. Jaqüt, der aus den Schriften Neswäns
Manches hätte lernen können, hat dieselben nie gesehen und
kannte den Namen ihres Verfassers nur von Hörensagen. Er
erzählt in seinem grossen geographischen Wörterbuch (s. v.
}+■*>), dass Neswän mehrere Burgen beherrscht hat und dass
die Bewohner vom Berge Sabir ihn zum Könige gemacht
haben. Der Glorienschein, mit dem er die ruhmvolle Vergangenheit
seines Volkes umgab, hat einen Strahl auf den
armen Gelehrten zurückgeworfen und ihn in der Reihe der
Könige erscheinen lassen.
Männer wie Hamdäni und Neswän sind uns aber nicht
nur literarhistorische Persönlichkeiten, sie sind für uns auch
Typen des Südaraberthums, dessen Nationalgefühl sich noch
bäumt im Nordaraberthum aufzugehen. In Ermanglung einer
glänzenden Gegenwart wird in der Vergangenheit Kraft und
Ermunterung gesucht. Jeder Beitrag zur Kenntniss ihres Lebens
ist von Interesse, und es wird mir daher gestattet sein einige,
wenn auch nur dürftige Notizen, die sich zerstreut im Samsul-'Ulüm
finden, zu den von Ivremer (Südarabische Sage S. 45)
zusammengestellten hinzuzufügen.
1 Von bis ^ fehlt Cod. Cos.; dafür ^
Cod. C.