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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Südarabische  Studien.

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B.
Ueber  das  Leben  des  Ne  sw  an  al-Himjari  herrscht  ein
tiefes  Dunkel.  Es  scheint,  dass  seine  Schriften  ausserhalb
Jemens  keine  grosse  Verbreitung  gefunden  haben,  sein  Leben
in  Folge  dessen  unbekannt  geblieben  oder  sagenhaft  ausgeschmückt
  worden  ist.  Jaqüt,  der  aus  den  Schriften  Neswäns
Manches  hätte  lernen  können,  hat  dieselben  nie  gesehen  und
kannte  den  Namen  ihres  Verfassers  nur  von  Hörensagen.  Er
erzählt  in  seinem  grossen  geographischen  Wörterbuch  (s.  v.
}+■*>),  dass  Neswän  mehrere  Burgen  beherrscht  hat  und  dass
die  Bewohner  vom  Berge  Sabir  ihn  zum  Könige  gemacht
haben.  Der  Glorienschein,  mit  dem  er  die  ruhmvolle  Vergangenheit ­
  seines  Volkes  umgab,  hat  einen  Strahl  auf  den
armen  Gelehrten  zurückgeworfen  und  ihn  in  der  Reihe  der
Könige  erscheinen  lassen.
Männer  wie  Hamdäni  und  Neswän  sind  uns  aber  nicht
nur  literarhistorische  Persönlichkeiten,  sie  sind  für  uns  auch
Typen  des  Südaraberthums,  dessen  Nationalgefühl  sich  noch
bäumt  im  Nordaraberthum  aufzugehen.  In  Ermanglung  einer
glänzenden  Gegenwart  wird  in  der  Vergangenheit  Kraft  und
Ermunterung  gesucht.  Jeder  Beitrag  zur  Kenntniss  ihres  Lebens
ist  von  Interesse,  und  es  wird  mir  daher  gestattet  sein  einige,
wenn  auch  nur  dürftige  Notizen,  die  sich  zerstreut  im  Samsul-'Ulüm
  finden,  zu  den  von  Ivremer  (Südarabische  Sage  S.  45)
zusammengestellten  hinzuzufügen.

1  Von  bis  ^  fehlt  Cod.  Cos.;  dafür  ^
Cod.  C.
            
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