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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Südarabische  Studien.

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Der  König'  liess  hierauf  clie  Zarqä  vorführen  und  sprach
zu  ihr:  ,Wodurch  hast  du  diese  Weitsichtigkeit  dir  angeeignet?'
Sie  antwortete:  Durch  den  Itmidstein,  den  ich  dünn  zerschlug
und  in  Pulver  zerrieb  und  mit  dem  ich  nächtlich  mir  die  Augen
zu  bestreichen  pflegte,  bevor  ich  zu  Bette  ging.  Es  befahl  darauf
der  König,  ihr  die  Augen  auszureissen,  und  man  fand  unter
den  Pupillen  Venen,  die  ganz  schwarz  waren  wegen  der  Menge
des  gebrauchten  Stibiums.  Der  Name  der  Frau  war  Zarqä  al-Jamäma.
  Das  Wadi  Jemäma  aber  hiess  früher  Gaww,  wurde
aber  mit  ihren  Namen  Jemäma  benannt.
Die  Dichter  gedenken  ihrer  und  sagen:
,Nicht  hat  eine  Bewimperte  einstmals  gesehen,  wie  sie,
(so  wahr,)  wie  wahr  gesprochen  hat  der  Di’bitische  Seher,  als  er
in  Reimsprüchen  prophezeite.
Sie  schleuderte  einen  Blick,  der  nicht  täuschte,  als  der
Morgennebel  den  Hundkopf  (einen  Berg  in  Jemäma)  hervortreten ­
  liess  und  er  deutlich  hervortrat.
Sie  sprach  ich  sehe  einen  Mann,  in  dessen  Hand  eine
Schulter  ist  oder  der  einen  Schuh  flickt.  O  über  das  Wunder,
das  er  verübt!
Sie  aber  glaubten  ihr  nicht,  was  sie  verkündete,  und  so
überfiel  sie  des  Morgens  der  Fürst  vom  Geschlechte  Hassans,
der  vor  sich  Behelmte  und  Bogenschützen  (wörtlich:  Helme
und  Bogensehnen)  einhertrieb.
Und  sie  flössen  niedersteigen  das  Geschlecht  von  Gaww
aus  ihren  Burgen  und  zerstörten  die  hochragenden  Bauten,  so
dass  sie  dem  Boden  gleich  gemacht  wurden.'
            
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