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D. H. Müller.
Fein sei von euch der Wolilgeruch der Bräute; denn um
Wohlgeruch zu verbreiten, zum Salben und Schminken seid
ihr geschaffen.
Wären wir Männer und wäret ihr Weiber, wir würden
diese Schmach nicht ertragen.
Schmach sei dem Manne, der kein Ehrgefühl besitzt und
stolz unter uns einhergeht gleich einem Hengste.
So sterbet denn als Edle oder treffet eure Feinde mit
Unglückshieben, denen Feuer entspriiht (wörtlich: mit einem
Unglück, das Brand wirft in das Brennholz).
Und wollt ihr das nicht, so verlasset eure Wohnsitze und
ziehet in eine Hegend, die leer von Menschen ist.
Sei nicht betrübt, o mein Volk, dass der Krieg oft die
Leute zum Kampfe ruft;
Denn es geht in demselben zu Grunde jeder Sclave und
Feigling, unversehrt bleibt der Mann des kräftigen Stosses und
des edlen Muthesk
Nachdem Gadis ihr Lied gehört und ihr Ehrgefühl sich
über das Geschehene empört hatte, hielten sie eine grosse Versammlung
ab, und beschlossen, den König und sein Heer zu
überfallen, weil sie einen offenen Kampf wegen der Menge der
Feinde fürchteten. Die Kunde hiervon kam zu Afira und sie
warnte ihr Volk:
,Uebet keinen Verrath gegen sie; denn Verrath bringt
Schaden und jede List, mag sie noch so gering sein, hat böse
Folgen.
Ich fürchte für euch dasselbe morgen (was ihr heute thut;
denn in den Ereignissen liegt eine Zukunftskunde für den,
der wohl blickt.
Zündet ihr ein Feuer an für sie, so ist darin ein plötzlicher
Angriff (d. h. ihr seid nicht sicher, dass es euch verschonen
wird). Ist das euer Charakter, durch den ihr Sieg erhofft?
So mähet denn nieder den Feind in seinen Wohnsitzen
in ehrenhafter Weise (im offenen Kampfe), bis ihr seine Hälser
abschneidet k
Da erwiderte ihr Bruder Alaswad ibn Afar:
,Bei deinem Leben! wir unterfangen nichts, bei dem wir die
Wendungen des Schicksals und seine Gefahren fürchten müssten.