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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Südarabische  Studien.

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und  Edelsteine,  wie  man  dergleichen  in  so  grosser  Menge  noch
nicht  gesehen.  An  einer  Ecke  des  Saales  lag  eine  Schlange,
die  einem  vollgepfropften  Reisesack  glich,  und  wir  vernahmen
eine  leise  Stimme:  ,Nehmt  euch,  was  euch  bestimmt  ist'.  Als
wir  eintraten,  sagte  ich  zu  meinem  Gefährten:  ,Du  magst
noch  so  viel  zusammenraffen,  dich  noch  so  schwer  beladen,
es  ist  doch  nur  (verhältnissmässig)  wenig,  was  wir  mitnehmen
können  und  was  beginnen  wir  dann  (um  herauszukommen)?'
Er  aber  antwortete:  ,Wir  müssen  ja  nicht  auf  demselben  Wege
zurückkehren,  auf  dem  wir  hineingekommen,  wir  könnten  dabei
noch  zu  Grunde  gehen.  Ich  will  vielmehr  durch  diesen  Pfad
einen  Ausgang  suchen.  Wir  gelangten  zum  Ausgange  mit
unserer  Last  von  Edelsteinen,  fanden  Reitthiere  daselbst  bereit
und  kehrten  1  zu  seinem  Stamme  (den  Maäfir)  zurück.'

IV.
Die  Mmjarische  Kaside.
Wir  haben  in  der  Zeitschrift  der  D.  M.  G.  (Bd.  XXIX,
S.  620  ff.)  darauf  hingewiesen,  dass  mit  Hülfe  des  grossen
Wörterbuches  von  Neswän  die  ursprünglichen  Formen  der  in
der  Kaside  vorkommenden  Nomina  propria  sich  mit  voller
Sicherheit  hersteilen  lassen  und  durch  eine  kleine  Probe  unsere
Behauptung  belegt.  Seither  haben  wir  nicht  nur  alle  auf  Südarabien ­
  bezüglichen  Stellen  des  Sams-al-'Ulüm,  sondern  auch
mehrere  Hss.  der  himjarischen  Kaside  und  besonders  das  vortreffliche ­
  Fragment  Miles  vergleichen  können;  wir  haben  auch
die  Quelle  des  Neswan,  die  zwei  Bücher  des  Iklil,  untersucht
und  dadurch  neues  Material  für  die  Herstellung  des  Textes
der  Kaside,  so  wie  ihres  Commentars  gewonnen.  Wir  halten
es  jedoch  jetzt  nicht  für  räthlich  an  eine  Edition  des  Commentars ­
  zu  gehen,  nachdem  die  Schriften  des  Hamdäni  gefunden
worden  sind.
Her  Commentar  der  Kaside  wird  mit  grossem  Nutzen  zur
Herstellung  des  Textes  des  Iklil  benützt  werden  können.  Die
himjarische  Kaside  hat  für  uns  nur  den  Werth,  dass  sie  fast

-  1  ergänze  nach  dem  Sinne,  das  Textwort  ist  sehr  dunkel.
            
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