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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

Südarabische  Studien.

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oder  fünf  differirende  Formen,  während  derjenige,  der  sie  liest,
nur  eine  Form  kennt.  Da  wir  an  dieser  Stelle  einen  freien
Raum  haben,  so  gefällt  es  uns  unter  jedem  Buchstaben  des
arabischen  Alphabets  alle  verschiedenen  Formen  zu  setzen.
Es  differiren  aber  die  Formen  nur  in  der  Weise  wie  in  der
arabischen  Schrift  (d.  h.  es  sind  nicht  grundverschiedene
Formen,  deren  sich  die  fjimjar  bedient  haben,  sondern  es  sind
nur  verschiedene  Schriftformen  des  einen  zu  Grunde  liegenden
Alphabets,  wie  ja  auch  in  arabischen  Schriften  die  Buchstaben
von  den  verschiedenen  Abschreibern  verschieden  geschrieben
werden).  Sie  pflegten  den  Vocal  ä  (Elif)  nicht  zu  schreiben
in  der  Mitte  des  Wortes,  wie  z.  B.  das  Elif  von  (jltX+iö  und
wofür  sie  (pan)  und  (am  schreiben.  Darin
folgen  ihnen  die  Koränschreiber  in  der  Mitte  des  Wortes  (wörtlich: ­
  in  der  Mitte  der  Buchstaben)  z.  B.  in  Bezug  auf  das  Elif
von  ,Rahmän 4  und  das  Elif  von  ,Insan ! .  Sie  behalten  aber  das
j  (das  Zeichen  für  langes  ü)  am  Schluss  des  Wortes,  wie  z.  B.
das  Waw  von  dan'bjW.  Was  aber  die  Aussprache  betrifft, ­
  so  .  .  .  Sie  scheiden  auch  je  zwei  Zeilen  durch  eine
Linie,  je  zwei  Worte  durch  einen  Trennungsstrich.  Ein  Beispiel
hiervon  in  dem  ersten  Musnad  von  Nä'it.  Das  ist  seine  Form. 41
Eine  genaue  Prüfung  des  Textes  ergiebt  die  obige  Transscription. ­
  Nur  statt  'jprt  steht  ’pn;  das  Nun  muss  aber  sicher  ausgefallen ­
  sein.  Aus  dieser  Stelle  geht  auch  hervor,  dass  q-h  I
nom.  loci  oder  Tempel  und  nicht  die  Söhne  des  nbsn  sind.
Das  lange  a  ist  nicht  ausgedrückt  (in  1111  d
p)b);  während  das  ü  am  Schluss  des  Wortes  num  ausgedrückt ­
  ist.
Wir  sehen  hieraus,  dass  Hamdäni  und  seine  Gewährsmänner ­
  das  himjarische  Alphabet  wohl  kannten,  sie  haben  auch
einige  sehr  wesentliche  Regeln  der  Orthographie  gewusst,  so
die  Setzung  des  Trennungsstriches,  die  Auslassung  der  langen
Vocale  in  der  Mitte,  die  Schreibung  derselben  am  Schlüsse  des
Wortes. 2  Das  hat  sie  wohl  befähigt,  Eigennamen  und  leicht
1  Vgl.  oben  S.  128,  Z.  10.
Hierin  unterscheidet  sich  die  Orthographie  der  Siidsemiten  von  der  der
Nordsemiten.  Während  in  den  phöniz.  Inschriften  lange  Vocale  am  Ende
des  Wortes  nicht  ausgedrückt  werden,  müssen  sie  im  Südsemitischen
ausgedrückt  werden.
            
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