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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 86. Band, (Jahrgang 1877)

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D.  H.  Müller.

Um  aber  das  ganze  gesammelte  Material  passend  zu  verwerthen,
  fühlte  ich  das  Bedürfniss,  an  der  Quelle  selber  zu
schöpfen  und  die  Schriften  des  Hamdani  über  Südarabien  im
British  Museum  zu  studiren,  wozu  ich  von  mehreren  Fachmännern ­
  und  besonders  von  der  Redaction  der  Zeitschrift
der  deutschen  morgenländischen  Gesellschaft  aufgefordert  und
ermuntert  worden  war.
Es  war  mir  um  so  erwünschter  nach  London  zu  gehen,
als  ich  im  British  Museum  die  grösste  Sammlung  himjarischer
Denkmäler  in  Augenschein  zu  nehmen  und  vielleicht  einige
unedirte  Inschriften  daselbst  zu  finden  hoffte.  Meine  Hoffnung
wurde  nicht  getäuscht.  Ich  konnte  durch  Collation  der  Denkmäler ­
  einige  Berichtigungen  zu  schon  erklärten  Inschriften
notiren  und  vier  neue  Inschriften  in  der  Zeitschrift  der
deutschen  morgenländischen  Gesellschaft  (Bd.  XXX,  S.  671  ff.)
veröffentlichen.
Bevor  ich  über  die  Schriften  des  Neswän  und  Hamdani
berichte,  darf  ich  nicht  unterlassen,  der  Männer  dankend  zu
erwähnen,  welche  durch  ihre  Unterstützung  meine  Arbeiten
gefördert  und  wesentlich  erleichtert  haben.
Herr  Hofrath  Alfred  von  Kremer  war  so  gütig,  mir
nicht  nur  die  von  ihm  eigenhändig  angefertigte  Copie  der  himjarischen
  Kaside  und  ihres  Commentars,  sondern  auch  seine
Excerpte  aus  dem  achten  Buche  des  Iklil,  das  ihm  von  Herrn
Capitain  Miles  früher  zur  Verfügung  gestellt  worden  war,
abzutreten,  wofür  ich  ihm  hiermit  den  verbindlichsten  Dank
ausspreche.
Zu  ganz  besonderem  Danke  hat  mich  aber  Herr  Capitain
Prideaux  in  British  Bushire  dadurch  verpflichtet,  dass  er  auf
meine  Mittheilung  hin,  dass  ich  nach  London  zu  gehen  gedenke, ­
  um  im  British  Museum  die  Schriften  des  Hamdani  zu
copiren,  mir  in  zuvorkommendster  Weise  die  in  seinem  Besitze
sich  befindenden  Copien  von  den  zwei  Büchern  des  Iklil,
welche  er  während  seines  Aufenthalts  in  Jemen  von  einem

Liberalität,  die  nur  dem  wahren  Manne  der  Wissenschaft  eigen  ist,  kostbare ­
  Hss.  in  meine  Wohnung  und  sendete  mir  auf  meinen  einfachen
Wunsch  ohne  jede  langwierige  diplomatische  Vermittlung  eine  sehr  werthvolle ­
  Hs.  nach  Wien.
            
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