Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

90

Pfizmaier.

Ihr  befandet  euch  über  dem  Eise  und  sprächet  mit  einem
Menschen,  der  sich  unter  dem  Eise  befand.  Hier  spricht  das
Yang  mit  dem  Yin.  Es  ist  eine  Vermittlung.  Ihr  werdet  für
Jemanden  der  Vermittler  sein.  Wenn  das  Eis  schmilzt,  kommt
die  Heirath  zu  Stande.  —  Hu-tsi  sprach:  Ich  bin  bereits  achtzig
Jahre  alt,  ich  mache  keinen  Vermittler.  —  Der  Statthalter
EB  sf\J  Thien-piao  begehrte  durch  Hu-tsi  für  seinen  Sohn  die
Tochter  seines  Landsmannes  m&w.  Tsch’ang-kung-tsch’ing.
In  der  Mitte  des  Frühlings  bewerkstelligte  er  die  Heirath.
IjH  ^  Tsch’ang-tö,  Vorgesetzter  der  Register,  träumte,
dass  er  das  Pferd  einen  Berg  hinauf  laufen  liess.  Als  er  zurückkehrte, ­
  umkreiste  er  dreimal  ein  Haus.  Er  sah  nur  Fichten
und  Pistazienbäume,  erkannte  aber  nicht  die  Stelle  des  Thores.
Sö-tan  sprach:  Das  Pferd  gehört  zu  dem  jj|||  Li.  1  Li  ist  das
Feuer.  Es  ist  ein  Brandunglück.  Ein  Mensch,  der  einen  Berg
ersteigt,  ist  das  Zeichen  Iliung  ,unheilvoll'. 2  Bloss  Fichten
und  Pistazienbäume  sehen,  bezeichnet  das  Thor  des  Grabes.
Die  Stelle  des  Thores  nicht  erkennen,  bedeutet:  es  ist  gar
kein  Thor.  Dreimal  umkreisen,  sind  drei  bestimmte  Zeiten.
Nach  drei  Jahren  geschieht  gewiss  ein  grosses  Unglück.  —
Tsch’ang-tö  sann  wirklich  auf  Empörung.  Er  wurde  schuldig
befunden  und  hingerichtet.
5ß  %  Sö-tsch’ung  hatte  geträumt,  dass  au  dem  Himmel
zwei  Särge  waren,  welche  vor  ihm  herabfielen.  Sö-tan  sprach:
Der  Sarg  ist  ein  Amt.  3  Es  wird  einen  vornehmen  Mann  der
Mutterstadt  geben,  der  euch  zu  zwei  Aemtern  befördert.  Ihr
werdet  schnell  zweimal  versetzt.  —  Unverhofft  schrieb  I  *
Wang-jung,  Vorsteher  der  Scharen,  an  den  Statthalter  und  hiess
ihn  Sö-tsch’ung  befördern.  Der  Statthalter  setzte  Sö-tsch’ung
zuerst  zum  verdienstvollen  Richter  ein  und  beförderte  ihn  dann
zu  einem  1*^1  j||  Iiiao-lien  (Aelternliebenden  und  Uneigennützigen). ­

Später  sah  Sö-tsch’ung  im  Traume  einen  Gefangenen,  der
das  Oberkleid  auszog  und  auf  ihn  zukam.  Sö-tan  sprach:  Wenn

1  Der  Abriss  Li  in  dem  Buche  der  Verwandlungen.
2  Bei  |X|  hiung  .unheilvoll*  denkt  man  sich  in  der  Mitte  des  Zeichens  |_jj
schan  ,Berg*  das  Zeichen  A  jin  ,Mensch*.
I  j»,  '  .  ll  t
3  In  dem  Worte  kuan  ,vSarg‘  ist  das  Zeichen  JE*  kuan  ,Obrigkeit 1
enthalten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.