Ueber einige Wundermann er China’s.
81
das Kloster und setzte sich zu Fe-thu-tsching, als ein Buddhaglöckchen
einzeln erklang. Fe-thu-tsching sprach: Soll ich den
Ton des Glöckchens erklären ? Es sagt: Der Sohn von Hu
wird zu Schanden.—-Schi-siuen erblasste und fragte: Was will
dieses sagen? — Fe-thu-tsching antwortete falscher Weise: Der
alte Mensch von Hu übt den Weg und ist nicht fähig, in dem
Gebirge zu wohnen, nichts zu sprechen. Der doppelte Wagenteppich,
die schönen Kleider, wie sollten sie nicht zu Schanden
werden ? — Später kam Schi-thao. Fe-thu-tsching blickte ihn
fest an. Endlich fürchtete sich Schi-thao und fragte ihn. Fethu-tsching
sagte: Ich wundere mich, dass ihr nach Blut riechet.
Desswegen blicke ich euch an.
Schi-ki-lung träumte, dass ein Drache nach Südwesten
flog und von dem Himmel herabfiel. Am Morgen fragte er
Fe-thu-tsching. Dieser sprach: Das Unglück wird ausbrechen.
Es ziemt sich, dass der Vater wohlwollend, der Sohn einmüthig
sei. Möge man sehr darüber wachen! — Schi-ki-lung führte
Fe-thu-tsching in den östlichen Söller und befragte ihn in Gemeinschaft
mit seiner Gemahn, der Kaiserin von dem Geschlechte
Tu. Fe-thu-tsching sprach: Unter den Armen
sind Räuber, sie kommen durch zehn Tage nicht hervor. Westlich
von dem Buddhatempel, östlich von diesem Palaste wird
Blut fliesen. Man hüte sich, nach Osten zu gehen. — Die
Kaiserin von dem Geschlechte Tu sprach: Ist der Ilo-schang
schwachsinnig? Wo sollte es Räuber geben? — Fe-thu-tsching
änderte die Worte und sagte: Alles, was die sechs Leidenschaften
aufnimmt, sind Räuber. Das Alter entspricht dem
Schwachsinn. Man bewirke nur, dass die Jungen nicht thöricht
sind, dann ist es gut. — Fortan sprach er in Gleichnissen und
drückte sich nicht mehr deutlich aus.
Nach zwei Tagen entsandte Schi-siuen wirklich Leute,
welche Scln-thao in dem Kloster Buddha’s um’s Leben brachten.
Zugleich wollte er sich die Zeit, in welcher Schi-ki-lung die
Trauer überwachen würde, zu Nutzen machen und ihn tödten.
Schi-ki-lung war früher durch Fe-thu-tsching gewarnt und
konnte desswegen entkommen. Als Schi - siuen aufgegriffen
wurde, richtete Fe-thu-tsching au Schi-ki-lung Vorstellungen
und sagte: Sie sind beide eure Söhne. Warum das Unglück
verdoppeln? Wenn ihr den Zorn bemeistert und euch wohl-Sitznnt'sber.
d. phil.-hist. CI. LXXXV. Bd. I. Hft. 6