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Jahre krank. Hing-ling behandelte sie. Er setzte sich einige
Schuhe weit von ihr nieder und verschloss die Augen. Nach
einer Weile sah er sich nach ihr um und sagte zu Liü-I: Lasset
uns die' Frau fassen, damit sie aufstehe. — Liü-I sagte: Die
alte Frau ist Jahre hindurch krank. Wie könnte sie plötzlich
aufstehen? — Hing-ling sagte: Versuchen wir es nur, sie zu
fassen und aufzuheben. — Beide erfassten jetzt die Frau und
stellten sie auf. Nach einer Weile gebot Hing-ling wieder, sie
auszulassen. Sie war dann im Stande zu gehen und von nun.
an bald genesen. Seit dieser Zeit lief alles Volk zu dem Wasser
hin und sammelte sich um dasselbe gleich Wolken.
Die Frau von dem G-esclilechte Hoang, welche lange Zeit
krank gewesen, fürchtete sich, auszugehen. Hing-ling liess
ihr daher Wasser in einem Gefässe zurück und liiess sie es
trinken. So oft man Wasser wegnahm, wurde es sogleich durch
frisches ersetzt. Durch zwanzig Jahre war das Wasser klar
gleich frischem und konnten in dasselbe kein Staub und kein
Schmutz kommen.
Um diese Zeit war in dem Hause m fl Kao-khuei’s
ein Spuk. Es wurde gesprochen, gescholten, angeschrien, nach
innen und aussen geworfen, aber man sah keine menschliche
Gestalt. Bisweilen wandelten Geräthschaften umher, zwei oder
dreimal brach Feuer aus. Die Beschwörer beschworen, unterdrückten,
drohten, aber sie konnten kein Ende machen. Man
wandte sich an Hing-ling, und dieser untersuchte es. Er blickte
von der Höhe des Feldweges auf das Dach und sagte zu Kaokhuei:
Ist dieses euer Haus? — Kao-khuei antwortete: Ja. —
Hing-ling sprach: Es genügt, dass ich es weiss. — Kao-khuei
nöthigte ihn, und Hing-ling konnte sich nicht entschlagen. Als
er zu dem Thore kam, sah er eine grosse Menge Abschnittsröhre
und Schnüre. Er sagte zu Kao-khuei: Man soll durch das
Richtige dem Verkehrten Einhalt thun, aber man kommt mit
dem Verkehrten bei dem Verkehrten zur Hilfe. Wie könnte
ich mich entschlagen? — Er liess alles verbrennen. Er nahm
bloss unter dem Vordache einen kleinen Sitz in Beschlag und
entfernte sich dann. An dem Abende desselben Tages hatte der
Spuk ein Ende.
Unter den Hilfleistungen und Heilungen Hing-ling’s waren
viele von dieser Art. Er nahm jedoch Entlohnung und Dank