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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

An  allen  Thoren  des  Palastes  und  der  Vorhalle  legte  er  drei
Wege  an.  Er  liess  wieder  grosse  Handwagen  bauen,  in  welchen
für  dreissig  Menschen  Platz  zum  Sitzen  war.  Man  liess  sie
durch  zweihundert  Menschen  heben  und  tragen.  Hoang-wen
war  ein  Freund  der  Jagd  und  der  Ausflüge,  doch  seiner  Dickleibigkeit ­
  wegen  konnte  er  kein  Pferd  besteigen.  Ferner  liess
er  umherwandelnde  Sänften  verfertigen.  In  denselben  waren
umwendende  Querbalken  angebracht,  durch  welche  sie  sich
drehten  und  bewegten,  ohne  stehen  zu  bleiben.
Da  er  seinen  Urgrossvater  noch  nicht  nachträglich  geehrt
hatte,  war  er  über  die  zu  beobachtenden  Gebräuche  im  Zweifel.
Er  befragte  desshalb  seine  Diener.  Jjfjf  Siü-kuäng,  der  beständige ­
  Aufwartende  von  den  zerstreuten  Heitern,  hielt  sich
an  die  Vorschriften  von  Tsin  und  meinte,  man  solle  nachträglich ­
  sieben  Ahnentempel  errichten.  Auch  habe,  wenn  man
den  Vater  ehrt,  der  Sohn  Freude.  Je  höher  die  Rangstufe
wird,  um  so  grössere  Ausdehnung  erlange  die  Neigung  des
Gemüthes.  Je  breiter  der  Weg  wird,  um  so  vielseitiger  müsse
die  Achtung  sein.  Hoan-hiuen  sprach:  In  den  Gebräuchen
heisst  es:  Drei  Glänzende  und  drei  Prächtige  1  sind  mit  dem
grossen  Ahnherrn  sieben.  Somit  muss  der  grosse  Ahnherr  sich
in  der  Würde  des  Vorgesetzten  des  Ahnentempels  befinden.
Glänzende  und  Prächtige  sind  Benennungen  der  Unteren,  man
kann  dann  wissen,  dass  kein  Verstoss  gegen  die  Zählung  ist.
Nach  den  Gebräuchen  wendet  sich  der  grosse  Ahnherr  nach
Osten,  zur  Linken  sind  die  Glänzenden,  zur  Rechten  die
Prächtigen.  Was  den  Ahnentempel  des  Hauses  der  Tsin  betrifft, ­
  so  befindet  sich  Kaiser  Siuen  in  der  Reihe  der  Glänzenden ­
  und  Prächtigen,  er  erlangte  es  nicht,  dass  er  sich  auf
der  Rangstufe  des  grossen  Ahnherrn  befindet.  2  Die  Glänzenden
und  Prächtigen  sind  bereits  vermengt,  der  grosse  Ahnherr  hat
keinen  Halt,  man  hat  hierin  weit  gefehlt.  —  Die  Namen  und
Rangstufen  der  Vorfahren  Hoan-hiuen’s,  von  dessen  Urgrossvater
aufwärts,  waren  nicht  bekannt.  Er  wünschte  daher  nicht,  dass

1  In  dem  Ahnentempel  werden  die  Nachkommen  nach  der  Reihenfolge  abwechselnd ­
  m  Tschao  ,der  Glänzende“,  ;j|||  Mö  ,der  Prächtige“  genannt.
2  Der  grosse  Ahnherr  von  Tsin  ist  Kaiser  Wen.  Kaiser  Siuen  ist  der  hohe
Ahnherr.
            
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