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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Die  Machthaber  Hoan-wen  und  Hoan-hiuen.

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Kien-ping  werden.  Zugleich  verlieh  man  ihm  die  Stelle  eines
gegen  die  Hiung-nu’s  Eroberungszüge  machenden  Heerführers.
^  Thse-king,  der  jüngere  Bruder  Yang-tsiuen-khi’s,  war
früher  Reichsgehilfe  von  Kiang-hia.  Hoan-hiuen  überzog  ihn
mit  einer  Kriegsmacht  und  berief  ihn  zu  sich.  Als  er  ankam,
ernannte  man  ihn  zu  einem  berathenden  dem  Kriegsheere  als
Dritter  Zugetheilten.
Hoan-hiuen  rüstete  hierauf  ein  Kriegsheer  aus  und  machte
einen  Eroberungszug  nach  Westen.  Ebenfalls  vorgebend,  dass
er  Lö-yang  Hilfe  bringe,  richtete  er  an  Yin-tschung-kan  ein
Schreiben,  worin  er  sagte,  Yang-tsiuen-khi  habe  von  dem  Reiche
Wohlthaten  empfangen,  aber  er  verlasse  die  Berge  und  Anhöhen.
Man  solle  ihn  in  Gemeinschaft  eines  Verbrechens  zeihen.  Er
stelle  sich  jetzt  in  eigener  Person  an  die  Spitze  der  Kriegsschaaren,
  schreite  nach  ^  j^jj  Kin-yung  und  lasse  Yang-kuang
durch  Yin-tschung-kan  aufgreifen.  Wenn  dieser  es  nicht  thut,
so  habe  er  zu  ihm  kein  Vertrauen.  —  Nach  seinem  ursprünglichen
Plane  wollte  Yin-tschung-kan  die  Macht  Beider  (Yang-tsiuenkhi’s
  und  Yang-kuan’s)  ungeschmälert  lassen.  Nachdem  er  das
Schreiben  Hoan-hiuen’s  erhalten,  wusste  er,  dass  er  ihnen  nicht
wehren  könne.  Er  sagte  daher:  Wenn  man  von  dem  Flusse
Mien  auszieht,  kann  nicht  ein  einziger  Mensch  in  das  Gebiet
des  Stromes  eintreten.  —  Hoan-hiuen  stand  jetzt  von  seinem
Vorhaben  ab.
Später  waren  in  King-tscheu  Ueberschwemmungen.  Yintschung-kan
  unterstützte  sorgsam  die  Hungernden,  und  die
Speicher  wurden  leer.  Hoan-hiuen  machte  sich  diese  Leere  zu
Nutzen,  um  ihn  anzugreifen.  Er  entsandte  zuerst  ein  Kriegsheer,
welches  einen  Einfall  in  Pa-ling  machte.  Kö-tsiuen,
stechender  Vermerker  von  Liang-tscheu,  überliess  ihm  die  von
ihm  niedergehaltenen  Plätze  und  den  Weg  nach  j|[  pj  Hia-lteu.
Hoan-hiuen  liess  verlauten,  dass  der  Hof  Yang-tsiuen-khi  aussende, ­
  damit  dieser  für  ihn  (Hoan-hiuen)  die  vorderste  Spitze
sei.  Er  übergab  ihm  daher  die  Heeresmenge  von  Kiang-hia
und  liess  ihn  die  Kriegsheere  beaufsichtigen.  Zugleich  schickte
er  eine  geheime  Meldung  an  seinen  älteren  Bruder  Hoan-wei,
in  welcher  er  ihm  gebot,  mit  ihm  (Hoan-hiuen)  im  Inneren  ein
Einverständniss  zu  unterhalten.  Hoan-wei  war  übereilt  und
wusste  nicht,  was  er  tliat.  Er  schickte  eine  Auseinandersetzung
            
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