Die Machthaber Hoan-wen und Hoan-hiuen.
einst mit ihren Gefährtinnen bei Mondlicht im Freien und sah
wie eine Sternschnuppe in das Wasser eines kupfernen Beckens
fiel. Dieselbe glich alsbald einer zweizölligen Feuerperle, und
ihr Glanz war hell und rein. Man wetteiferte, sie mit Kürbisschalen
aufzufassen. Seine Mutter von dem Geschlechte Ma
erlangte sie und verschluckte sie. Es war ihr, als ob sie davon
aufgeregt würde. Bei der Geburt Hoan-liiuen’s erleuchtete ein
Glanz das innere Haus. Die Wahrsager hielten dieses für
wunderbar. Desswegen gab man ihm den kleinen Namen |||
Ling-pao (reingeistige Kostbarkeit). So oft die Wärterinnen
ihn in den Armen zu Hoan-wen trugen, wechselten sie sofort
ab und kamen zu spät. Sie sagten, dass sie doppelt ein gewöhnliches
Kind erfassen. Hoan-wen liebte und bewunderte ihn
sehr. Dem Tode nahe, setzte er ihn zum Nachfolger ein, der
als solcher die Einkünfte eines Fürsten der südlichen Provinz
erhalten sollte.
Als Hoan-hiuen sieben Jahre alt war, nahmen die für die
Schrift und den Krieg Angestellten des Sammelhauses und der
Landstriche, welche Hoan-wen zur Zeit seines Todes untergeben
waren, von te p| 1 Hoan-tschung, dem Oheim Hoanhiuen’s,
Abschied. Hoan-tschung streichelte das Haupt Hoanhiuen’s
und sagte: Dieses sind die alten Angestellten deines
Hauses. — Hoan-hiuen vergoss bei diesem Anlasse Thränen
und verhüllte sein Gesicht. Alle staunten über ihn.
Als Erwachsene) - war er von Gestalt wundervoll, von
Sitte und Geist glänzend. In den schönen Künsten vielseitig
bewandert, verstand er es, das Gewöhnliche des Schriftschmuckes
zusammenzufügen. Auf Grund seine)' Begabung stellte er sich
als Mannhaften und Gewaltigen hin, und Alle hatten vor ihm
Furcht. Auch an dem Hofe misstraute man ihm und hatte ihn
noch nicht verwendet. Erst in seinem drei und zwanzigsten
Jahre wurde er zum Pferdewäscher des Nachfolgers ernannt.
Um die Zeit meinte man in den Berathungen, dass sein Vater
Hoan-wen ein schlechter Diener gewesen. Desswegen unterdrückte
man Hoan-hiuen so wie dessen Bruder und machte sie
zu einfachen Obrigkeiten. Gegen das Ende des Zeitraumes
Thai-yuen (396 n. Ohr.) zog er fort und wurde aushelfender
Statthalter von I-hing. Er war trübsinnig und hatte seine Absicht
nicht erreicht. Er stieg einst auf eine Anhöhe, bjjckte