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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Die  Machthaber  Hoan-wen  und  Hoan-hiuen.

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dass  man  ihn  nach  ft  Ku-schö,  welches  früher  einmal
sein  Wohnsitz  gewesen,  zurückkehren  lasse.  Eine  höchste
Verkündung  lautete:  Himmel  und  Erde  verkörpern  und  vereinigen ­
  sich  und  bringen  durch  Verwandlung  die  zehntausend
Dinge  zu  Stande.  Wenn  zwei  Menschen  gleichen  Sinnes  sind,
so  besprechen  sie  nicht,  was  sie  für  nützlich  halten.  Alle
verständigen  Könige  des  Alterthums  verliessen  sich  auf  das
Ursprüngliche,  stützten  das  Geschlecht  m  Ki. 1  Sie  leuchteten
mit  hellem  Glanze  den  Barbaren  der  vier  Gegenden,  und  der
Weg  der  Tscheu  ward  erhöht.  PF  I-yün  rührte  den  erhabenen
Himmel,  und  J=}j£  Yin  wurde  umgestaltet  und  gedieh.  Die
glänzende  Tugend  des  grossen  Vorstehers  der  Pferde 2  entsprach
der  bestimmten  Zeit,  gab  Licht  in  grossem  Masse  dem  Tiefen
und  Fernen.  Nach  oben  verband  sie  sich  mit  dem  Herzen  des
Himmels  und  fasste  in  sich  farbiges  Prangen.  Indem  sie  um
die  Zeit  hervortritt  und  die  Verwendung  bewerkstelligt  wird,
befindet  sich  der  grosse  Befehl  bei  mir,  dem  einzigen  Menschen.
Die  Trefflichkeit  der  Verdienste  ist  vielseitig  und  hoch,  der
Weg  ist  gesichert  durch  zehntausend  Geschlechtsalter.  Ich
befördere  euch  jetzt  zum  Reichsgehilfen.  Die  ursprünglichen
Aemter  des  grossen  Vorstehers  der  Pferde  seien  wie  sie  es
früher  gewesen.  Ich  lasse  euch  in  der  Mutterstadt  Zurückbleiben
und  den  Landesgöttern  Beruhigung  geben.
Hoan-wen  weigerte  sich  beharrlich  und  bat,  dass  er  zurückkehren ­
  und  Ku-schö  niederlialten  dürfe.  Der  Kaiser  schickte
den  im  Inneren  Aufwartenden  si  £  Wang-tan-tschi  mit
der  Aufforderung  an  Hoan-wen,  einzutreten  und  die  Stelle
des  Reichsgehilfen  zu  übernehmen.  Er  vermehrte  zugleich
dessen  Lehen  um  zehntausend  Thüren  des  Volkes.  Hoan-wen
weigerte  sich  nochmals.  Eine  höchste  Verkündung  besagte,
in  dem  westlichen  Sammelhause  habe  sich  die  Sache  ^  jiL
Yuen-tschin’s  ereignet,  die  Bedürfnisse  des  Kriegsheeres  seien
daher  nicht  hinreichend  gedeckt.  Man  verlieh  I5E  Hi,  dem
ältesten  Sohne  Hoan-wen’s,  dreimal  zehntausend  Stücke  Tuches
und  sechsmal  zehntausend  Scheffel  Reis.  Ferner  ernannte  man
Thsi,  den  jüngeren  Bruder  Hi’s,  zu  einem  für  die  Geschäfte ­
  Genügenden  im  Inneren.

1  Der  Geschlechtsname  der  Könige  von  Tscheu.
2  Die  Empörung  Yuen-tschin’s  ist  früher  (S.  625)  vorgekommen.
            
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