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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Die  Machthaber  Hoan-wen  and  Hoan-hiuen.

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Hoan-wen  verliess  sich  bereits  auf  seine  Begabung
und  Kraft  und  trug  sieh  lange  Zeit  mit  anderen  Vorsätzen.
Doch  wollte  er  früher  seine  Verdienste  an  dem  gelben  Flusse
und  in  der  Landschaft  So  begründen.  Bei  der  Rückkehr
erhielt  er  die  neun  Geschenke.  Nachdem  er  in  den  Ruf  gekommen ­
  war,  Niederlagen  erlitten  zu  haben,  hatte  er  in  Wirklichkeit ­
  Einbusse  und  Verringerung.  Hierauf  legte  ihm  der  dem
Kriegsheere  als  Dritter  Zugetheilte  mm  Khie-tschao  einen
Entwurf  wegen  Absetzung  und  Einsetzung  vor.  In  Folge  dessen
setzte  Hoan-wen  den  Kaiser  ab  und  setzte  den  Kaiser  Kien-wen  ein.
Eine  höchste  Verkündung  besagte,  dass  bei  Hoan-wen  dasjenige,
was  bei  ^  /Ve;  Tschü-kö-liang,  Heerführer  von  Scho,  geschehen, ­
  massgebend  sei.  Er  trat  mit  hundert  gepanzerten  und
bewaffneten  Kriegern  in  die  Vorhalle  und  erhielt  ein  Geschenk
von  fünftausendmal  zehntausend  Stücken  Geldes,  zweimal  zehntausend ­
  Stücken  Seidenstoffes  und  zehnmal  zehntausend  Stücken
Tuches.
Hoan-wen  nahm  viele  Absetzungen  und  Verbannungen  vor.
Er  liess  jp|  Yii-tsien,  mm  Yin-kiuen,  Öi  Tsao-sieu
und  Andere  hinrichten.  Sein  Ansehen  und  seine  Macht  hatten
um  die  Zeit  ihren  Höhepunkt  erreicht.  .  Der  im  Inneren  Aufwartende ­
  M  &  Sie-ngan  erschien  bei  ihm  und  senkte  in  der
Ferne  das  Haupt  zu  Boden.  Hoan-wen  erschrack  und  fragte:
Was  fällt  dem  Reichsminister  ^  Ngan-schi  1  bei?  —  Siengan
  antwortete:  Es  ist  noch  nicht  vorgekommen,  dass  der
Gebieter  das  Haupt  zu  Boden  senkte  in  früherer  Zeit,  der
Diener  die  Hände  herabsenkt  in  späterer  Zeit.
Hoan-wen  litt  an  einer  Krankheit  der  Füsse.  In  einer
höchsten  Verkündung  wurde  ihm  erlaubt,  dass  er  in  einer  Sänfte
an  dem  Hofe  eintreten  dürfe.  Als  er  vor  dem  Kaiser  erschien,
wollte  er  die  Gedanken  darlegen,  von  welchen  er  bei  der
Absetzung  und  Einsetzung  geleitet  worden.  Der  Kaiser  weinte
sogleich  etliche  zehn  Male.  Hoan-wen  empfand  Furcht.  Er
konnte  zu  keinem  einzigen  Worte  kommen  und  trat  hinaus.
In  dem  Zeitalter  der  Kaiser  Yuen  und  Miug  hatte
lvö-pö  die  folgende  Vorhersagung  gemacht:  Der  Gebieter  ist
nicht  ohne  Sohn;  die  Brüder  wechseln  mit  ihm  den  Erdaltar.

1  Ngan-sch!  ist  der  Jünglingsname  Sie-ngan’s,
            
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