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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

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Pfizmaie  r.

die  starken  südlichen  Barbaren  jjlil  Puan-ya-schi 1  noch
hinzu.  Ich  liess  sie  wohnen  an  den  oberen  Strömungen,  der
grosse  Strom  und  der  See  waren  fern.  Ich  treffe  eben  Anordnungen ­
  für  die  Ernennung  der  Lehensfürsten.  Seit  man
das  Wirkliche  nicht  im  Auge  hat,  die  Macht  nicht  schätzt,
gibt  es  nichts,  um  das  Ferne  und  Aeussere  niederzuhalten  und
zu  lenken.  Wüsste  ich,  dass  man  diese  Gefahr  beseitigt,  ich
würde  es  wagen,  ihr  den  Rücken  zu  kehren  und  empfände
keinen  Groll.  Dass  ich  wünsche,  rasch  den  Arm  zu  erheben,
mich  hinzuwerfen  und  die  Sache  zu  bestellen  in  der  mittleren
Ebene,  es  ist,  weil  ich  in  Wirklichkeit  mich  schäme,  dass  der
Weg  des  Kaisers,  der  erhabene  Wohnsitz  im  Gegentheil  erniedrigt ­
  wird  im  Südosten,  weil  es  mich  schmerzt,  dass  die
göttlichen  Blumen,  die  Maulbeerbäume,  der  Hartriegel  vergraben ­
  werden  bei  den  Barbaren  des  Westens  und  Nordens.
Wenn  ich  mich  auf  den  Geist  des  Stammhauses  und  Ahnentempels ­
  stütze,  so  wird  die  Wolke  durchdrungen,  der  Teppich
zusammengerollt,  ich  athme  in  dem  grossen  Klaren.  Leiht  man
mir  eben  den  Athem  und  die  wandernde  Seele,  so  besetze  ich
den  Fluss  und  den  Lö,  überwache  in  Selbstlieit  die  zwei
Räuber,  verbreite  in  grosser  Ausdehnung  den  erhabenen  Geist,
nehme  in  den  Brustlatz,  hänge  an  den  Gürtel  Thsin  und  Tschao.
Es  dauert  keine  fünf  Jahre,  und  die  grosse  Sache  erhält  gewiss
ihre  Bestimmung.  Jetzt  steht  der  Diener  H.  Yö 2  als  ein
Verwandter  und  Weiser  dem  Reiche  zur  Seite,  er  stützt  in
seinem  Glanze  zwei  Geschlechtsalter.  Man  hat  daher  nicht  die
Kränkung,  dass  ich  als  ein  Fernstehender  und  Stumpfsinniger
mich  einmenge  in  die  Bestrebungen  der  Triebwerke.  Dann
auch,  wenn  es  keine  Handelnden  gäbe,  wer  würde  sich  den
Rinder-  und  Pferdehirten  entgegen  stellen?  Dass  das  Innere  und
das  Aeussere  einander  beistehen,  ist  in  der  That  von  tiefer
Bedeutung,  in  der  That  wichtig.  Ich  wünsche  in  Unterwürfigkeit, ­
  derjenige,  vor  dem  ich  unter  den  Stufen  stehe,  möge
untersuchen,  was  ich  darlege,  befragen  nach  innen  und  aussen.
Ich  bitte,  dass  ich  um  die  Zeit  zurückkehren  und  lagern  dürfe,
trösten  und  beruhigen  die  vier  Weltgegenden.

1  Der  Name  Puan-ya-schi,  der  sich  wohl  nur  als  derjenige  einep  Volksstammes
  erklären  lässt,  wurde  sonst  nirgends  aufgefunden.
2  Der  spätere  Kaiser  Kien-wen.
            
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