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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

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Pfi  z  m  aier.

Trauerhütte.  Zugleich  vorfolgte  er  dessen  zwei  Brüder  und
tödtete  sie.  Die  Zeitgenossen  priesen  ihn.
Hoan-wen  war  kräftig,  aufgeweckt  und  geistvoll.  Seine
Erscheinung  war  sehr  ausgezeichnet.  Sein  Angesicht  hatte  sieben
Sterne.  Er  stand  in  seiner  Jugend  mit  0|J  Lieu-tan  1  aus
dem  Reiche  Jj  Pei  auf  gutem  Fusse.  Lieu-tan  rühmte  ihn  einst
und  sagte:  Hoan-wen  hat  Äugen  gleich  purpurnen  Steinen.
Sein  göttlich  ehrwürdiger  Bart  bildet  Ausspannungen  von  Igelstacholn.
  —  Hoan-wen  wurde  hierauf  zum  Geniale  der  Kaisertochter ­
  von  Nan-khang  erwählt 2  und  erhielt  das  Lehen  eines
zu  der  fünften  Classe  gehörenden  Lehensfürsten  von  Wan-ning.
Er  wurde  an  der  Stelle  eines  Anderen  zum  Statthalter  von
Lang-ye  und  nach  wiederholter  Versetzung  zum  stechenden
Vermerker  von  Siü-tscheu  ernannt.
Hoan-wen  war  mit  J|1  Yü-yi,  Lehensfürsten  von
Tu-ting,  befreundet,  und  sie  bestellten  sich  immer  in  den  Angelegenheiten ­
  von  Ning-thsi.  Yü-yi  empfahl  ihn  einst
dem  Kaiser  Tsching, 3  indem  er  sagte:  Hoan-wen  hatte  in  seiner
Jugend  männliche  Entschlossenheit.  Möge  ihm  der  Kaiser  nicht
wie  einem  gewöhnlichen  Menschen  begegnen,  ihn  nicht  wie
einen  gewöhnlichen  Eidam  halten.  Möge  man  ihm  die  Aufträge,
in  denen  eben  berufen  wird,  ertheilen  und  auf  seine  grosse
Thatkraft,  mit  der  er  bei  Gefahr  Hilfe  bringt,  vertrauen.
Nach  dem  Tode  Yü-yi’s  ernannte  man  Hoan-wen  zum
Beaufsichtiger  der  Sachen  der  Kriegsheere  von  King-tscheu,
Liang-tscheu  und  Sse-tscheu,  zu  einem  den  Westen  beruhigenden
Heerführer,  stechenden  Vermerker  von  King-tscheu,  zu  einem
die  südlichen  Barbaren  beschützenden  Hiao-wei  und  lieh  ihm
ein  Abschnittsrohr.  Um  die  Zeit  war  Li-sclii,  König
des  späteren  Schö,  unberühmt  und  schwach,  und  Hoan-wen
hatte  die  Absicht,  in  Schö  Thaten  zu  verrichten.
1  Zur  Linken  des  Zeichens  ist  noeli  das  Classenzeichen  zu  setzen.
2  Der  Text  enthält  vor  diesem  Satze  noch  die  ganz  unverständlichen  Worte
DieEru> ™* : ’ sün -
tschung-meu  war  der  verbannte  Schwager  des  Königs  Siuen  von  Tsin‘
schien  zu  gewagt,  da  weder  ein  Mann  Namens  Siin-tschung-mcu  noch
ein  König  von  Tsin  in  der  Geschichte  aufgefunden  werden  konnte.
3  In  dem  Texte  Kaiser  Ming,  was  unrichtig  sein  muss,  da  Hoan-wen  bei
dem  Tode  des  Kaisers  Ming  erst  zwölf  Jahre  alt  war.
            
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