Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Ueber  einige  Wundermänner  China’s.

55

empfängt  eine  Streitmacht,  Kiang-tsehen  empfängt  Wetterschäden. ­
  Entfernet  euch  von  diesen  zwei  Landstrichen.  —
Yü-liang  fragte:  Soll  ich  sie  also  aufgeben?  —  Tai-liang  sprach:
Ich  hasse  es,  dass  ihr  spät  noch  geneset  oder  gar  nicht.  —
Schliesslich  war  Yü-liang  nicht  fähig,  die  zwei  Landstriche
aufzugeben  und  gerieth  bald  in  grosse  Verlegenheit.
Tai-yang  sprach  zu  ihm:  Einst,  zu  den  Zeiten  ^
Su-soen’s,  flehtet  ihr  in  dem  Tempel  des  weissen  Steines  um
Segen.  Ihr  fandet  Erhörung  in  Bezug  auf  eure  Binder.  Bis
zu  dem  heutigen  Tage  gabt  ihr  es  noch  nicht  auf.  Desswegen
wird  es  von  diesem  Dämon  zu  Stande  gebracht.  —  Yü-liang
sprach:  So  ist  es.  Ihr  seid  ein  göttlicher  Mensch.
Jemand  fragte  Tai-yang,  wie  lange  Yü-liang  noch  leben
könne.  Tai-yang  antwortete:  Er  sieht  das  künftige  Jahr.  —
Um  diese  Zeit  wusste  Yü-liang  nicht,  dass  alle  Menschen  ihn
für  gestorben  hielten.  Er  starb  wirklich  am  ersten  Tage  des
ersten  Monats,  und  an  seine  Stelle  als  Lehensfürst  kam  J||
Yü-yi.
Tai-yang  befasste  sich  wieder  mit  Wahrsagen  und  Erspähen. ­
  Er  starb  nach  kurzer  Zeit  in  einem  Alter  von  achtzig
Jahren.  Seine  Wahrsagungen  und  Untersuchungen  sind  eine
unzählige  Menge.

H  a  n  -  y  e  u.
Uan-yeu,  dessen  Jünglingsname  J*y  King-sien,
stammte  aus  &  Schü  in  Liü-kiang.  Er  war  ein  Beflissener
der  Bücher  und  lernte  die  Verwandlungen  bei  i&m  U-schin
aus  Kuei-ki.  In  dem  Wahrsagen  und  Brennen  der  Schildkrötenschale ­
  bewandert,  konnte  er  Wohnhäuser  bemessen  und  Grabhügel ­
  beobachten.  Er  übte  auch  die  Kunst  der  grossen  Anwendung ­
  (^ijf  J|j^,  des  Niederdrückens  und  Ueberwindens.
Ein  Weib  aus  ^  Tschang-teng-lin  in  Lung-schü
war  durch  viele  Jahre  todtkrank.  Die  Aerzte  und  Beschwörer
gaben  sie  auf.  Han-yeu  zog  für  das  Weib  die  Wahrsagepflanze. ­
  Er  liess  Jemanden 1  ein  Wildschwein  verfertigen  und
1  Eine  Variante  von  hoe  ,Jemand 1  ist  -J*-  hoä  ,malen“.  Der  Sinn
wäre  dann:  Er  liess  das  Bild  eines  Wildschweines  malen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.