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Werner.
ohne diese beiden Termini nicht verstehen könne. Da nun
dieses Est in jedem anderen Verbum, gleichsam als Wurzel
aller, enthalten ist, so inhärirt die Anzeigung einer Composition
allen Verbis, und in Folge dessen neigt das von seinem Suppositum
abgeschiedene Verbum zu demselben hin, und auf diese
grundhafte allgemeinste Accidenz sind alle übrigen accidentalen
Significationsmodi des Verbum gestützt, deren Duns Scotus
acht aufzählt: Qualitas, Conjugatio, Significatio, Genus, Persona,
Numerus, Figura, Tempus. Diese von der Siebenzahl des
Donatus abweichende Achtzahl wird dadurch gewonnen, dass
die Significatio, welche bei Donat und Priscian unter das
Genus subsumirt ist, als gesonderter Modus significandi behandelt
wird, was bei Petrus Helias und Michael de Marbasio
noch nicht der Fall ist. 1 Duns Scotus bezeichnet die Significatio
als denjenigen accidentellen Significationsmodus, vermöge
dessen das Verbum die Proprietät des Abhängigseins von einem
auf das Verbum folgenden Casus obliquus bezeichnet, gleichwie
die Compositio die Anzeigung der Abhängigkeit von einem dem
Verbum vorausgehenden Suppositum bedeutet.
Die Qualitas schliesst nach Donat Modus und Forma des
Verbum in sich, welche Duns Scotus gleichfalls als zwei gesonderte
accidentale Significationsmodos behandelt, so dass damit
die obenerwähnte Achtzahl zur Neunzahl erhöht wird. Der
Modus verbi wird von ihm zur Compositio in spezielle Beziehung
gesetzt als Anzeigung des Modus der Zurückneigung
des Verbum zum Suppositum. Die Zurückneigung in allgemeiner
unbestimmter Weise wird durch den Infinitiv angedeutet;
die besonderen bestimmten Modi der Zurückneigung
durch den Indicativ, Imperativ, Optativ, Conjunctiv. Die
Meinung derjenigen, welche den Modus finitus schlechthin dem
Casus des Suppositum, mag dieser Casus die Ratio principii
oder Ratio termini anzeigen, entsprechen lassen, wird von
Duns Scotus unter Beziehung auf die schon angegebene Unterscheidung
zwischen Compositio und Significatio abgelehnt. Der
Modus verhält sich zur Compositio, wie das Genus verbi zur
1 Vgl. in Bezug auf Michael de Marbasio die Stelle bei Thurot, p. 183:
Conjugatio in verbo non est aliquis modus significandi, sed est quaedam
vocis variatio. — Ueber Helias in nächstfolgender Anmerkung.