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W erner.
Ganzen sechs gewinnt. Die Einführung der Species unter die
Accidenzen des Nomen ist auf Rechnung Priscians zu setzen, 1
wird aber von Duns Scotus nur bedingnissweise angenommen,
sofern er aus dem Begriffe dieser Accidenz dasjenige ausscheidet,
was der sprachlogischen Auffassung zufolge unter die
essentiellen Bestimmungen des Nomen einzubeziehen ist. Wenn
nämlich Priscian unter die Species nominis sowohl die Unterscheidung
zwischen species appellativa und propria, als auch
zwischen species principalis und derivata suhsumirt, 2 so will
Duns Scotus die Benennung Species, sofern sie die Bezeichnung
einer rein accidentalen Modalität des Nomen ausdrücken soll,
auf den Unterschied zwischen primären und abgeleiteten Benennungen
bezogen wissen, z. B. Mons, Montanus. Hiebei wird
noch auf den Unterschied zwischen Nomen und Pronomen aufmerksam
gemacht, zufolge dessen die Auseinanderhaltung
zwischen primärer und abgeleiteter Wortform für das Pronomen
eine essentielle Bedeutung hat und einen Artunterschied begründet,
hei den Nominibus aber nur einen rein accidentellen
Unterschied. Die Anführung der Anzeigung der Person als
accidentellen Significationsmodus 3 lässt sich einzig nur als eine
verfehlte Unterbringung des an den Personalpronominibus gänzlich
ausser Acht gelassenen specifischen Bezeichnungsmodus
erklären. Er theilt diesen Significationsmodus wie die übrigen
vier als rein accidentell bezeichneten gleichmässig den Nennwörtern
und Fürwörtern zu. 1 Das Genus der Nomina theilt
1 Vgl. Priscian. Inst, granim. II, 22: Accidunt nomini quinqne: Species,
genns, numerus, figura, casns.
2 Vgl. Alcuin. Gramm.: Nomini accidunt secundum Donatum sex . . . .
secundura Priscianum quinque, quia ille qualitatem et comparationem
simul ,species* nominavit, quia sunt omnia nomina propriae speciei vel
appellativae, principalis vel derivatae.
3 Persona est modus significandi nominis, mediante quo nomen proprietatem
loquendi consignific.at; et secundum diversitatem loquendi de se, ad alium
vel de alio variatur persona per triplicem differentiam seil, primam,
secundam et tertiam. Gramm, spec., c. 20.
4 Auch in Bezug auf die Pronomina nimmt Duns Scotus eine Scheidung
der von Donatus aufgezählten sechs Accidenzen (Qualitas, Genus, Numerus,
Figura, Persona, Casus) vor, indem er die Qualitas als das gemeinsame
Genus der beiden essentiellen Speciesunterschiede der Pronomina: Deinonstrativa
und Relativa, nimmt. Gramm, spec , c. 23.