Die Sprachlogik ries Johannes Duns Scotus.
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Die weitere Unterscheidung eines Modus significandi primitivus
und derivatus der Pronomina bahnt ihm den I lebergang
auf die speziellsten Bedeutungsmodos der Pronomina, die ihm
durch die Pronomina derivata possessiva 1 und gentilia 2 gegeben
sind.
Der charakteristische Unterschied zwischen der rein
empiristischen Behandlung des grammatischen Lehrstoffes bei
Donatus und jener des Duns Scotus tritt in der von Letzterem
vorgenommenen Auseinanderhaltung wesentlicher und accidenteller
Bedeutungsmodi der einzelnen Redetheile hervor. Donatus
bezeichnet alle besonderen Modalitäten des Nomen einfach als
Accidenzen, deren er sechs aufzählt: Qualitas, Comparatio,
Genus, Numerus, Figura, Casus. Duns Scotus bemerkt hiezu, 3
dass man im Allgemeinen wohl jeden Bedeutungsmodus des
Nomen ausser dem Modus essentialis generalissimus als eine
Accidenz des Nomen nehmen könne. Was jedoch schlechthin
genommen ein Accidens ist, könne mit Beziehung auf eine
bestimmte Species des Nomen etwas Wesentliches sein. So
erscheinen die beiden von Donatus unterschiedenen Arten der
Qualitas nominis, die Qualitas propria und Qualitas appellativa
als die unter den Modus essentialis generalissimus zunächst zu
subsumirenden Modi significandi essentiales generales des Nomen,
als welche sie oben unter Benennung Modus generalis communis
und Modus generalis appropriatus aufgeführt worden
sind. Nicht minder wurden die drei Stufen der Comparatio
unter den Modis significandi specialissimis des Adjectivs aufgeführt.
Es verbleiben sonach von den bei Donatus angegebenen
sechs Accidenzen des Nomen als rein accidentelle
Significationsmodi nur Genus, Numerus, Figura, Casus, welchen
Duns Scotus weiter noch Species und Persona anfügt, so dass
er also der rein accidentellen Bedeutungsmodi des Nomen im
relationis in sermone perfecto sine adjunetione alterius substantivi, aliis
autem usi snnt adjective; ideo grammatiei omnia alia pronomina adjectiva
posuerunt. Ibid.
1 Pronomen derivativum possessivum est, quod significat per modum adjacentis
alteri per modum possidendi ipsum, ut mens, tuus, suus. Ibid.
2 Pronomen derivativum gentile est, quod significat per modum adjacentis
alteri sub ratione gentis vel patriae, ut nostras, vestras. Ibid.
3 Gramm, spec., c. 14.