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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Die  Sprachlogik  ries  Johannes  Duns  Scotus.

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Die  weitere  Unterscheidung  eines  Modus  significandi  primitivus
  und  derivatus  der  Pronomina  bahnt  ihm  den  I  lebergang
auf  die  speziellsten  Bedeutungsmodos  der  Pronomina,  die  ihm
durch  die  Pronomina  derivata  possessiva 1  und  gentilia 2  gegeben ­
  sind.
Der  charakteristische  Unterschied  zwischen  der  rein
empiristischen  Behandlung  des  grammatischen  Lehrstoffes  bei
Donatus  und  jener  des  Duns  Scotus  tritt  in  der  von  Letzterem
vorgenommenen  Auseinanderhaltung  wesentlicher  und  accidenteller
  Bedeutungsmodi  der  einzelnen  Redetheile  hervor.  Donatus
bezeichnet  alle  besonderen  Modalitäten  des  Nomen  einfach  als
Accidenzen,  deren  er  sechs  aufzählt:  Qualitas,  Comparatio,
Genus,  Numerus,  Figura,  Casus.  Duns  Scotus  bemerkt  hiezu, 3
dass  man  im  Allgemeinen  wohl  jeden  Bedeutungsmodus  des
Nomen  ausser  dem  Modus  essentialis  generalissimus  als  eine
Accidenz  des  Nomen  nehmen  könne.  Was  jedoch  schlechthin
genommen  ein  Accidens  ist,  könne  mit  Beziehung  auf  eine
bestimmte  Species  des  Nomen  etwas  Wesentliches  sein.  So
erscheinen  die  beiden  von  Donatus  unterschiedenen  Arten  der
Qualitas  nominis,  die  Qualitas  propria  und  Qualitas  appellativa
als  die  unter  den  Modus  essentialis  generalissimus  zunächst  zu
subsumirenden  Modi  significandi  essentiales  generales  des  Nomen,
als  welche  sie  oben  unter  Benennung  Modus  generalis  communis ­
  und  Modus  generalis  appropriatus  aufgeführt  worden
sind.  Nicht  minder  wurden  die  drei  Stufen  der  Comparatio
unter  den  Modis  significandi  specialissimis  des  Adjectivs  aufgeführt. ­
  Es  verbleiben  sonach  von  den  bei  Donatus  angegebenen ­
  sechs  Accidenzen  des  Nomen  als  rein  accidentelle
Significationsmodi  nur  Genus,  Numerus,  Figura,  Casus,  welchen
Duns  Scotus  weiter  noch  Species  und  Persona  anfügt,  so  dass
er  also  der  rein  accidentellen  Bedeutungsmodi  des  Nomen  im

relationis  in  sermone  perfecto  sine  adjunetione  alterius  substantivi,  aliis
autem  usi  snnt  adjective;  ideo  grammatiei  omnia  alia  pronomina  adjectiva
posuerunt.  Ibid.
1  Pronomen  derivativum  possessivum  est,  quod  significat  per  modum  adjacentis
  alteri  per  modum  possidendi  ipsum,  ut  mens,  tuus,  suus.  Ibid.
2  Pronomen  derivativum  gentile  est,  quod  significat  per  modum  adjacentis
alteri  sub  ratione  gentis  vel  patriae,  ut  nostras,  vestras.  Ibid.
3  Gramm,  spec.,  c.  14.
            
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