528
Mühlbacher.
21. Oetober mit ind. VI zu 843 ; Loth. 107 Tardif 106 1 vom
3. Jänner mit ind. XI zu 848 einzureihen. Bei einer weiteren
Reihe fehlt die Indiction. So gehört Loth. 76 [B. 586] Sehöpflin
1, 80 Chart, s. XVI in Kolmar vom 18. April mit a. i. 1III
dem Jahre 843 an wie Loth. 82 [B. 580] vom 28. August,
Loth. 95 [B. 590] 2 Heda 52 vom 21. März mit a. i. XXVI et
VI zu 845, Loth. 102 Forschungen 9, 409 vom 21. Oetober
mit um eine Einheit höheren Regierungsjahren zu 846, Loth. 113
[B. 603] Grandidier 2 b , 234 ex tabul. capit. Argent. 3 mit ci. i.
XXX et X zu 849; wäre aber in den beiden letzten Stücken
die Indiction zu ergänzen, so müsste für das erstere Diplom
nach Massgabe der damals üblichen Neujahrs-Indiction, wie es
schon Sickel gethan, die Zahl VIIII, für das zweite aber gemäss
der griechischen Indiction, die jetzt in Geltung ist, die bereits
erhöhte Zahl XIII eingetragen werden. 4
Bei den Urkunden ohne Datirung wird man zu unterscheiden
haben zwischen denen, deren Datirung verloren ging,
und jenen, welche schon ursprünglich undatirt waren. Gewähren
hier in der Regel die Vorurkuuden, für welche sie nur Ausführungsbestimmungen
zu geben haben, genaue Anhaltspunkte,
so sind wir dort auf die inneren Zeitmerkmale angewiesen.
Doch noch ein Gesichtspunkt ist zu beachten, den erst Ficker 5
in helleres Licht stellte, ,dass die Anwesenheit des Königs am
Orte vorzugsweise von den Vorstehern der betreffenden Kirchen
benutzt wurde, um Verleihungen und Erneuerungen zu erwirken
es wird also für die Frage der Einreihung datirungs-1
Nach Sickel das Original verblasst und in der theilweise vermoderten
Datirungszeile a. in Italia XX et in Francia VIII von einer Hand
s. XVI—XVII ergänzt, wie Doublet 775; Facs. Mabillon Dipl. 402.
2 Nach K. Pertz M. G. überliefert im Chart. Traiect. s. XI im britischen
Museum und den aus diesem fliessenden Lib. Donat. s. XII im erzbischöflichen
Archiv zu Utrecht, dem Chart. Traiect. s. XIV auf dem
Archiv in Hannover und dem Lib. caten. s. XV im Capitelarcliiv zu
Utrecht. Die Datirung ohne Varianten; Heda schöpft aus dem letzteren.
3 Nur Grandidiers Druck brauchbar. Laguille Hist. d’Alsace pr. 19 aus
derselben Quelle = Bouquet 8, 386 ohne Jahresangaben, die dieser indess
richtig ergänzt.
4 Der Vollständigkeit wegen erwähne ich hier noch die plumpe Fälschung
Loth. 68 Muratori Ant. 2, 197 mit der Datirung Datum suh die et mense
augusto ind. V, der keine echte Vorlage zu Grunde liegt.
5 Urkundenlehre 1, 144.