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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Beiträge  zur  Diplomatik  Vf.

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ead[em  curte  pjubliciter 1  condicta,  hanc  nostri  auctoritatem
precepti  renovavimus,  tali  scilicet  ratione  ut  locus  ipse  perenniter
  eidem  aecclesiae  j  omnium  inquietudine  semota  consistat
nobisque  vel  successorum  nostrorum  cuipiam  liunc  inde  amovere
  aliquove  ingenio  inde 2  liceat  subtrahere,  s[ed  aeccle]sia
securiter  ac  potestative  eade[m  cu]rte  permaneat  investita.  Et
ut  hoc  praesens  ac  renovatum  nostrum  preceptum  firmius
stabiliusque  cunctis  sanctae 3  dei  aecclesiae  filiis  perpetim
credatur,  haue  cartam  inscribi  iussimus  anuloque  nostro  insignitam
  propria  manu  nostra  subtus  firmavimus. 4
j  Signum  domni  Ottonis  (M.)  magni  et  invictissimi  imperatoris
  augusti.  Willisus  cancellarius  advicem  Rodberti  arebi  •
capellani  subscripsi.  +
(S.  Impr.  deperditum.)  (S.  Rec.)
Data  XV.  kal.  sept.  anno  dominicae  incarnationis
DCCCCLXX1I.  indictione  XV.  anno  regni  domni  Ottonis
XXXIIII.  imperii  autem  XII.;  actum  Constantiae.
Bei  dem  engen  Zusammenhänge  zwischen  C  und  D
empfiehlt  es  sich  vor  Allem  festzustellen,  dass  D  als  unanfechtbares ­
  Original  auf  uns  gekommen  ist.  Es  ist  in  allen
seinen  Theilen  von  dem  Notar  Willigis  B.  geschrieben,  wie
ich  bereits  im  Neuen  Archiv  1,  465  dargelegt  habe.  Inhaltlich
ist  diese  mit  dem  Datum:  18.  August  972  versehene  Urkunde
eine  renovatio  donationis,  welche  motivirt  wird  durch  den
ausführlichen  Bericht  über  die  erste  Schenkung  (St.  236)  des
Hofes  Zizers  durch  Otto  I.  an  den  damaligen  Bischof  von  Chur
Hartbert,  über  die  Anfechtung  dieser  Schenkung  durch  Arnaldus
zur  Zeit  da  auf  Hartbert  Hildibaldus  gefolgt  war,  und  über
das  Verfahren,  durch  welches  die  Berechtigung  des  Kaisers  zu
seiner  früheren  Verfügung  über  Zizers  constatirt  worden  war.
Dieser  Bericht  mag,  da  uns  aus  dieser  Zeit  wenig  über  der-1
  Sicher  curte,  da  die  dem  letzten  Buchstaben  gegebene  Verzierung,  die
noch  sichtbar  ist,  vom  Schreiber  gerade  dem  auslauteiiden  e  beigefügt
wird;  vergleiche  curte  in  der  nächsten  Zeile.
2  Zu  ergänzen  non.
3  Im  Orig,  scae  ohne  Abkürzungszeichen.
4  Obgleich  die  zwei  letzten  Worte  kaum  noch  sichtbar,  steht  doch  fest,
dass  zwischen  ihnen  kein  Raum  für  eam.
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  LXXXV.  Bd.  II.  Hft.

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