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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

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Sickel.

lieh  die  gleiche  Formel  wie  die  erstgenannten  erhalten  sollen
aber  der  nicht  sehr  achtsame  Schreiber  hat  den  Namen  des
Königs  ausgelassen.  Das  ist  ein  entschiedener  Fehler,  der
jedoch  sich  auch  in  anderen  Originalen  wie  St.  168  und  252
findet,  also  uns  so  wenig  wie  den  Zeitgenossen  Anstoss  geben
kann.  Bei  dieser  Formel  ist  auch  noch  auf  Stellung  und  Form
des  Handmals  zu  achten.  Obgleich  die  Diplome  Otto  I.  die
zwei  Buchstabenpaare  des  Namens  in  ziemlich  mannigfaltiger
Verbindung  aufweisen,  was  nicht  ausschliesst,  dass  unter  Umständen ­
  eine  bestimmte  Form  auf  einen  bestimmten  Schreiber
schliessen  lässt,  noch  dass  unter  anderen  Umständen  die
specielle  Form  zu  einem  brauchbaren  Kriterium  wird,  so
herrscht  doch  schon  seit  St.  59  die  eine  Gestalt  des  Handmals
vor  und  dieser  bedient  sich  auch  Liutolf  C.  in  den  Unterschriften ­
  von  seiner  Hand.  Consequenter  war  man  in  der  Einreihung ­
  des  Monogramms  in  die  dasselbe  begleitenden  Worte.
Man  wies  ihm  die  natürliche  Stellung  nach  dem  Namen  Otto
an.  Und  doch  nahm  man  es  auch  damit  nicht  so  streng.  Selbst
dem  sehr  geübten  Hoholt  widerfuhr  es  in  St.  152,  dass  er  erst
das  Handmal  zu  zeichnen  vergass  und  schon  die  Interpunction
setzte,  mit  der  er  das  Ende  der  Subscriptionsformel  zu  versehen ­
  pflegt,  so  dass  er,  als  er  das  Versehen  bemerkte,  nur
noch  eine  schmale  Figur  zwischen  Formel  X  und  XI  einzwängen ­
  konnte.  Dann  findet  sich  auch  ein  Notar  Wigfrid,
der  regelmässig  (so  in  den  Originalen  St.  199,  200,  203,  208,
209,  210)  das  Handmal  nach  regis  stellt.  Das  ahmen  mehrere
Notare  der  nächstfolgenden  Jahre  hie  und  da  nach,  so  Liutolf
  A.  in  St.  230,  234,  235,  240,  desgleichen  die  Schreiber
von  St.  223,  226,  241,  244.  So  ist  also  keine  auffallende  Erscheinung, ­
  dass  Liutolf  C.  ebenfalls  in  St.  233  und  236  die
damalige  Mode  mitmacht,  dann  aber  gleich  seinen  Amtsgenossen ­
  in  St.  277  und  559  zu  der  regelrechten  Stellung
dieses  Zeichens  zurückkehrt.
In  den  Recognitionszeilen,  soweit  sie  unser  Liutolf  C.
schreibt,  schwankt  er  nicht  minder;  den  Namen  des  damaligen
Kanzlers  schreibt  er  Liutulfus  oder  (S.t.  277)  Liudulfus,  er  betitelt ­
  ihn  notarius  oder  (St.  277)  cancellarius,  er  wechselt
zwischen  invice  und  advicem,  zwischen  archicappellani  und
archicapellani,  zwischen  recognovi,  recognovit  und  subnotavi.
            
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