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Si ekel.
sah ich mich vor die Alternative gestellt, entweder auf
Sturnpf’s Lehrsätze gestützt unserm A die Originalität oder
noch mehr abzusprechen, — oder, wenn sich bei weiterer
Untersuchung des Falles doch die Genuinität von A erweisen
Hesse, mich mit meinem Fachgenossen wenigstens in Bezug auf
dieses eine Stück auseinanderzusetzen. Nun hat sich bereits bei
der Discussion über diese und jene Urkunden herausgestellt,
dass sich die Behauptungen von Stumpf, namentlich wie er sie
als unumstössliche Normen für die Beurtheilung der Diplome
bietet und handhabt, nicht aufrecht erhalten lassen. Ferner ist
auch schon Zweifel laut geworden an der Richtigkeit der Vorstellungen,
die sich Stumpf gemacht hat von der wohlüberlegten
und zweckmässigen Einrichtung der königlichen Kanzlei,
von der in ihr waltenden Ordnung, von der Tüchtigkeit und
Gewissenhaftigkeit der Beamten, von der Vortrefflichkeit ihrer
Arbeiten, von der Zuverlässigkeit alles dessen, was die Königsurkunden
besagen u. s. w. Von einer sehr gewichtigen Seite
her ist soeben ein gewiss wirksames Veto gegen zahlreiche
Entscheidungen Stumpfs und gegen deren Begründung erhoben
worden: ich meine die Beiträge zur Urkundenlehre von Ficker.
Hat hier ein hervorragender Historiker uns Diplomatiker vor
Abirren vom rechten Wege gewarnt, so ist doch auch bereits
unter uns einer nüchterneren Auffassung und vorurtheilsfreieren
Behandlung der Dinge das Wort geredet. Und immer mehr
bricht sich die Erkenntniss Bahn, dass unsere Aufgabe ist,
nicht allein alle äusseren und inneren Merkmale der Objecte
offen, stets viel von meinem Fachgenossen gelernt zu haben. Und überhaupt
ergänzen und corrigiren sich unser Beider Arbeiten. Da wäre also
Polemik, zu der ich ohnedies keine Neigung habe, nicht am Platze. Dazu
kommt noch ein Anderes. Die unausgesetzte Arbeit und die Wahrhaftigkeit
Stumpf’s müssen es mit sich bringen, dass er selbst sein Urtheil
über Einzelheiten vielfach modificirt. So hat er sich über einzelne Merkmale
oder einzelne Diplome verschieden geäussert in der 1864 veröffentlichten
und noch nicht abgeschlossenen Einleitung, in den einzelnen
Lieferungen seiner Regesten, in den beiden zuvor genannten Abhandlungen.
Insbesondere die beiden letzteren weisen allerlei Differenzen auf.
Es ist also nicht leicht zu ergründen, welches die jetzige Meinung Stumpfs
m dieser oder jener Frage ist. Somit werde ich seine Ansichten nur in
den wichtigeren Punkten anziehen und berücksichtigen. Wo ich sonst
von ihm abweiche, werden die Fachgenossen ohnedies sofort erkennen.