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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Das  älteste  Olmützer  Stadtbuch.

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vorläufig  dahin  gestellt  bleiben.  Es  genüge  die  Bemerkung,
dass  schon  lange  vor  der  Einführung  der  Stadtbücher,  und
zweifellos  auch  nachher,  die  Ausfertigung  von  Gerichtsurkunden
unter  dem  Stadtsiegel  über  mannigfache  Rechtsgeschäfte,  namentlich ­
  auch  über  Resignationen  im  gehegten  Gerichte,  im  Gebrauche ­
  war,  während  die  Eintragung  ins  Stadtbuch  erst  seit
dem  zweiten  Decennium  des  fünfzehnten  Jahrhunderts  gewöhnlicher ­
  geworden  zu  sein  scheint.  Das  Stadtbuch  vom  Jahre
1424  enthält  bereits  sehr  viele  Resignationen  und  in  dem  grossen
ebenfalls  wie  jenes  vom  Stadtnotar  Wenzel  von  Iglau  angelegten ­
  Stadtbuche  vom  Jahre  1430  setzte  dieser  der  distinctio
de  resignationibus  folgende  Worte  vor:  Von  recht  und  alder  guter
geprawchung  ist  es  alhie  zu  Olomuetz  in,ein  gewonheit  kumen,  (dass)
die  ujffgebung  der  guter  und  habe,  varund  und  unvarund,  zwischen
man  und  weib  und  zwischen  andern  personen,  und  auch  vorziehung
der  guter  und  erbe,  für  dem  rat  gescheen  vorpraclit  und  bestetigt
werden,  das  man  hernach  nicht  wider  kumen  kann  noch  mag,  wann
es  doselbst  kr  oft  und  macht  hat;  und  in  aller  mas  und  weis,  als
dieselben  uffgebnus  und  vorzühung  gescheen,  also  soll  man  sie  hernach ­
  schreiben,  das  yederman  auch  darynnen  bewart  sei.
Ich  lasse  nunmehr  die  ausgewählten  Vermerke  in  chronologischer ­
  Ordnung  folgen.
1.  (A.  1357.)  Relicta  Ogerii  quondam  advocati  cum  lieredibus
  eius  constituta  coram  iudicio  firmato  nostro  et  ibidem  cum
consensu  et  mandato  illustrissimi  principis  et  domini  nostri  prefati
(sc.  marchionis)  domum  eius  et  aream  inter  domos  Johannis  Geiceczerii
  et  Heintzmanni  sitam  honesto  viro  Materno  nostro  concivi
et  suis  heredibus  seu  successoribus  resignavit.
Der  Markgraf  sass  persönlich  diesem  Gerichte  vor,  siehe
unten  S.  319  Nr.  20.
2.  (A.  1358  [?]).  Nota  quod  veniens  in  nostrum  plenum  consilium
  discretus  vir  Theodericus,  notarius  czude  Olomucensis,  recognomt
  se  iudicio  interfuisse  in  Tyncz,  quo  iudicio  Sydlinus  olim
advocatus  in  Tyncz  de  consensu  uxoris  et  heredum  suorum  pratum
suum  ibidem  discreto  Nicolao  Bernhardi  nomine  Hertlini  institoris
soceri  sui  legitime  et  hereditarie  resignavit.
3.  A.  1360  f.  2 da  p.  Cant,  domus  Assecherii,  domui  Schensachonis
  contigua,  discreto  viro  Johanni  de  Praunsifen,  pretextu
solvende  devolucionis  ex  obitu  serenissimo  nostro  principi,  videlicet
            
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