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Muth.
Skirnf. 9.
pat sverct,
Nach der Arna-Magnaeanischen
Uebersetzung:
er siilft mnn vegask,
ef sa er horskr, er hefir,
gladius,
qui ipse vibrabit se,
si animosus est,, qui utitur.
und übereinstimmend Gylfag. 37: pat var svä yott sverct, at
sjdlft vdslt (qui gladius tarn praestans erat, ut sponte sua vibraretur);
es wird Skirnf. 23. 25 miör, mälfäinn genannt (acutus,
clarisonus Arna-Magn.; mettallgeziert, schlank Lüning;
scharf, zaubernd Simrock), unter allen Umständen Bezeichnungen
für ein Zauberschwert. Dass der Verlust, die Hingabe
dieses Schwertes für Freyr todbringend ist, wird ausdrücklich
hervorgehoben; er wird Grylfag. c. 37 als väpnlauss (inerinis)
bezeichnet und ebenda heisst es:
vereta mim pat, er Frey muri pikkja verr viel koma, er han
missir sverct sinns, pa er Muspells synir fara ok herja.
(accidet tempus, cum F. gravius ineommodum sentict, quando
desiderabit, gladium illum, Muspilli filiis irrumpentibus et hostiliter
grassantibus)
ibid. c. 51.
Freyr berst moti Surti, ok verdr harctr samg&ngr odr Freyr
fellr; pat verdr haus bani, er han missir pess hins göcta sverds, er
han gaf Skirni.
(F. adversus S. pugnat, acri conflictu, prostratro tandem Freyo,
euius necis causa existit, quod eximium illum gladium, quem Skirneri
dedit, desiderat.)
Wir sehen demnach im Mythus von Freyr und in der
Sage von Rüdeger den gleichen mythischen Grundgedanken
in allen wesentlichen Umständen übereinstimmend zur Darstellung
gebracht (die Abweichung, dass in dem einen Falle
der Bräutigam, in dem anderen der Brautvater die Waffe verliert,
ergibt sich, wie wir noch sehen werden, lediglich aus
den Forderungen der poetischen Oekonomie in den Nibelungenliedern).
Das Nächstliegende wäre nun die Annahme, dass ein
Freyrmythus auf Rüdeger übertragen worden sei; aber, da dem
die unmittelbare Ableitung des Helden von Wodan-Hruodperaht
entgegensteht, folgt die Bestätigung einer mehrfach ausgesprochenen
Vermuthung Simrocks, dass der im eddischen Liede Skirnis
für erzählte Mythus ursprünglich von Odin gegolten habe
(Edda, 3. Aufl. S. 405 und die Erläuterungen zu Fiölsvinns-