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Muth.
(Perahta) als Gattin empfing-. 1 So ist denn nun die enge
Beziehung des Markgrafen Rüdeger zu Etzels erster Gemalin,
wie sie noch die Epik des XIII. Jahrhunderts kennt, genügend
erklärt.
Wie in den besprochenen Formen der Ueberlieferung ist
Markgraf Rüdeger auch in der Nibelungensage der Brautwerber
Etzels bei seiner zweiten Gemalin, wohl kaum ursprünglich,
sondern durch Analogie; die Vilkinasaga theilt diese Rolle auch
nicht ihm, sondern einem Osid (c. 356), Atlis Neffen (c. 41)
zu, der also gleichsam vermittelnd zwischen den beiden Namensreihen
(Jiruod und das dunkle 6s) steht; die Braut holt der
König persönlich ein und bei dieser Gelegenheit trifft auch
Rodingeir mit den Niflungen zusammen (c. 358), was für
unsere Erörterung wichtig ist.
Endlich aber vermittelt Rüdeger noch ein Verlöbniss, das
seiner Tochter mit dem Burgondenkönige Giselher; die Erzählung
der Vilkinasaga, nach der Rodingeir der Entgegenkommende
ist (c. 369. 370) trägt gegenüber der höfischen Darstellung
im XV. Liede von den Nibelungen das entschiedene
Gepräge höheren Alters.
So ist uns denn, wie oben betont wurde, Rüdeger wirklich
in den verschiedensten Situationen als Brautwerber, Brautvater,
Bräutigam, kurz als Ehestifter erschienen und sind wir berechtigt,
dies als das erste wesentliche Moment seines Mythus
hervorzuheben.
II.
Wo uns die Rüdegersage in ihrer jüngsten aber auch
ausgebildctsten Gestalt entgegen tritt, in den Nibelungenliedern
und in der Vilkinasaga c. 356 f., waltet über dem Bunde, den
der milde Markgraf knüpft, ein unheilvolles Geschick: seine
Werbung um Kriemhild bringt ihm den Untergang und das
1 Auf eben dieselbe Weise erklärt- sieh demnach die Einführung eines
Rodolf neben Rodingeir trotz der Einwendung Rassmanns HS. II. 211.
Rodingeir war in der Saga gegeben als Gemal der Gudelinda und konnte
somit nicht mit Berta wiederum vermalt worden.