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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Bericht  über  Weisthümer-Forschungen  in  Steiermark.

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im  Fünffinger-Amte  am  1.  Mai  im  Schlosse  Freiberg,  im  Amte
St.  Margarethen  am  Tage  nach  Philippi  und  Jacobi  alldort
gehalten  worden  ist.  Die  gleichfalls  durchgesehenen  Urbarien
von  Schachenturn  vom  Jahre  1622,  von  Mühlhausen  von
1670,  Dornhofen  von  1746  und  von  Purgstall  von  1630
enthalten  kein  Banntaiding.  Einige  andere  Materialien  aus
diesem  Archive  hofft  Referent  noch  zur  Durchsicht  zu  bekommen. ­

Im  Schlosse  Stadl  erregte  der  Anblick  einer  stattlichen
Reihe  von  Handschriften  freudige  Hoffnung,  welche  aber  bei
genauerer  Durchsicht  jener  sich  leider  nicht  bewährt  hat.  In
den  Märkten  St.  Rupprecht  und  Weiz  wurde  nicht  weiter
nachgeforscht,  da  Banntaidinge  aus  diesen  Orten  bereits  im
ersten  Berichte  nachgewiesen  wurden.
Von  Weiz  aus  besuchte  Referent  die  Schlösser  Gutenberg ­
  und  Münichhofen  ohne  Erfolg,  dagegen  Tannhausen
m  Erfolg,  indem  sich  daselbst  ein  Banntaiding  von  Wachseneck ­
  fand,  welches  nach  Graz  mitzunehmen  vom  Herrn
Baron  Gudenus  freundlichst  gestattet  wurde.  Ein  solches  auch
von  Frondsberg,  Kilbi  oder  Rosseck  zu  finden,  gelang
leider  nicht.  Nur  eine  Notiz  über  Banntaidinge  zu  Semriach
und  in  der  Tulwiz  konnte  einem  vom  Kaiser  Ferdinand  für
Balthasar  Freiherrn  v.  Thanhausen  im  Jahre  1620  errichteten
Urbarium  über  die  Herrschaft  Semriach  entnommen  werden.
Sie  lautet:  ,Die  panthaiding  zu  Semriach  und  in  der  Tulwiz
sollen  wie  von  alters  herkommen  nach  inhalt  der  ordentlichen
paanpücher  gehalten  und  darob  festiglicli  gehandhabt  werden'.
Im  Markte  Pischelsdorf  schrieb  Referent  aus  dem
einzig  noch  vorhandenen  Bürgerprotokoll  ,höchst  notwendige
Artikel'  vom  Jahre-1784  ab,  welche  jedes  zweite  Jahr  der  gesammten
  Bürgerschaft  vorgelesen  werden  sollten.  Nichts  fand
sich  im  Schlosse  Herberstein,  weil  alle  Herberstein’sclien
Archivalien  laut  Versicherung  des  Herrn  Grafen  von  Herberstein ­
  im  Familien-Archive  zu  Graz  sich  befinden,  und  auch
der  Ort  St.  Johann  bei  Herberstein  bot  nichts.  Unerwartet
und  sehr  willkommen  war  die  Entdeckung  der  Confirmation
der  alten  ,Frag  und  vermeltung  des  dorfrichters  und  freiheiten
zu  Hadmannsdorf'  vom  Jahre  1635  im  ungeordneten  und
nicht  repertorisirten  Schlossarchive  zu  Schielleiten,  welche
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  LXXXV.  Bd.  I.  Hft.  .  2
            
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