Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

14

B  i  s  c  li  o  f  f.

spätere  Zeit  verschiebend,  wendete  sich  Referent  zunächst  der
östlichen  Landeshälfte  zu  und  durchreiste  dieselbe  in  mannigfachen ­
  Kreuz-  und  Querzügen  von  Gleichenberg  im  Süden  bis
nach  Vorau  im  Norden,  von  Gutenberg  im  Westen  bis  an  die
ungarische  Grenze.
In  Feldbach,  von  wo  aus  Referent  Ausflüge  in  die  Umgebung ­
  unternahm,  wurde  vergeblich  bei  der  Gemeinde,  bei
der  Bezirkshauptmannschaft  und  beim  Steueramte  nachgeforscht.
Gleich  erfolglos  war  der  Besuch  des  Schlosses  und  Ortes
Kirchberg  an  der  Raab,  und  der  von  Gleichenberg  und
des  Trautmannsdorf  sehen  Schlosses  in  der  Nähe  dieses  schönen
Curortes.  Im  Schlossarchive  zu  Hainfeld,  dessen  Durchforschung ­
  Referenten  vom  Herrn  Baron  Hammer-Purgstall  in
dankenswerthester  Weise  gestattet  wurde,  fand  sich  eine  alte
Abschrift  der  Freiheiten  der  Herrschaft  Riegersburg  und  der
des  Dorfes  Weinburg,  welche  mit  Nutzen  zur  Berichtigung  des
sehr  fehlerhaften  Abdruckes  dieser  Rechte  in  der  ,Gallerin  auf
der  Riegersburg'  zu  brauchen  ist.  Zwischen  beiden  diesen
Freiheiten  steht  in  jener  Abschrift  Folgendes:  ,Ottendorf.
Noch  hat  der  von  Mindorff  vermeint,  der  frag  halben  sey  ain
Jahr  umb  das  andre  in  aines  jeden  ambtman  hauss  besessen
worden.  Ist  anheut  verglichen  wurden,  beidt  herrschafften
Rieggerspurg  und  Feistritz  sollen  sich  jährlichen  der  frag  aines
tages  vergleichen  und  soll  ein  jeder  ambtmann  in  seim  hauss
die  vorfrag  halten;  aber  die  rechte  frag  soll  man  jährlich  wie
bisshero  in  dess  von  Reichenburg  ambtman  hauss  besitzen'.
—  Auf  Riegersburg  selbst  befinden  sich  nur  mehr  geringe
Reste  des  ehemaligen  Archivs,  nachdem  laut  Aussage  des
Castellans  im  Jahre  1839  nicht  weniger  als  sechsunddreissig
Centner  Papieres  in  die  Stampfe  geschickt  worden  sind,  und
auch  diese  Reste  waren  wegen  Abwesenheit  des  Gutsverwalters
nicht  zu  sehen.  Auf  eine  spätere  schriftliche  Anfrage  erhielt
Referent  den  Bescheid,  dass  die  noch  vorhandenen  Schriften
meistens  nur  ökonomische  Ausweise  und  Tabellen  enthalten,
ferners  Stiftregister  aus  dem  Jahre  1829  und  aufwärts,  von
älteren  Schriften  aber  nur  wenig  und  nur  die  Uebergabe  der
Herrschaft  an  den  Fürsten  Johann  von  Liechtenstein  Betreffendes ­
  vorhanden  sei.  Die  Schlösser  Kornberg  und  Bertholdstein
  blieben  unbesucht,  weil  dort  nach  glaubwürdigen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.