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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Zur  Biographie  und  Correspondenz  Johannes  Reuchlin’s.

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Nr.  XLII.  M.  Hummelberger  an  J.  Reuchlin  19.  September ­
  1521.  Freude  über  die  Rückkehr  Reuchlin’s  nach
Schwaben,  über  seine  Beziehungen  zu  Melanchthon,  den  er
ausserordentlich  rühmt.
Nr.  XLIII.  M.  Hummelberger  an  J.  Reuchlin
1.  Januar  1522.  Bedauern,  dass  ihm  Reuchlin  so  lange  nicht
geschrieben,  bittet  auch  um  Entschuldigung  für  sein  langes
Stillschweigen.
Nr.  XL1Y.  Reuchlin  an  M.  Hummelberger  20.  Februar ­
  1522.  Bericht  über  seine  Vorlesungen  über  Hebräisch
und  Griechisch,  denen  er  Collegien  über  Xenophon  und  Salomo
anreihen  will.  Reuchlin  erzählt  von  den  Studienbehelfen  zu
Tübingen,  und  spricht  sich  in  sehr  schönen  Worten  über  die
Zukunft  aus.
Nr.  XLV.  M.  Hummelberger  an  B.  Rhenanus  23.  März
1522.  Ueber  Reuchlin’s  Lehrthätigkeit  zu  Tübingen,  Lob  des
so  rührigen  Greises,  der  nicht  ruhe  im  Kampfe  für  die  durch
Jahrhunderte  verdunkelte  Wahrheit.
So  verbreiten  sich  die  Briefe  namentlich  ausführlich  über
die  Periode  des  römischen  Processes  und  gewähren  ein  anschauliches ­
  Bild  der  Stimmungen  des  Reuchlinischen  Kreises,
der  damals  zwischen  Siegeshoffnungen  und  Furcht  schwankte.
Die  letzteren  Briefe  zeigen  aber  schon  das  Eingreifen  der
reformatorischen  Bewegung,  wie  denn  alle  von  Nachrichten
über  die  humanistischen  Strebungen  erfüllt  sind.

Salmansweiler.  I.  28.  März  1514.
Michael  Hummelbergius 1  Rauenspurgonsis  Ioanni  Reuchlin
Phoreensi  LL.  eonsultissimo  et  Sueuiae  Triumuiro, 2  Salutem
plurimam  dicit.
Quurn  uariarum  linguarum  doctrinarumque  te  doctissimum
Semper  nouerim  uir  saeculi  nostri  decus  perinsigne,  te  flagran-1
  Ueber  M.  Hummelberger,  den  schwäbischen  Humanisten  und  Thoologen,
vgl.  meine  kurze  Skizze:  M.  Hummelberger.  Berlin  1875.
2  R.  wurde  1502  zum  Bundesrichter  dos  schwäbischen  Bundes  ernannt.
Geiger,  J.  Reuchlin,  S.  49  f.  Auch  Erasmus,  Opera  III.  146  F-,  legt
darauf  grossen  Werth.
            
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