Bisclioff. Bericht über Weisthümer-Forschungen in Steiermark.
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Zweiter Bericht
über Weisthümer-Forschungen in Steiermark.
Erstattet von
Dr. Ferdinand Bischoff,
correspondirendem Mitgliede der k. Akademie der Wissenschaften.
Nachdem Referent in den Osterferien des Jahres 1876
den mittleren Theil der westlichen Hälfte von Steiermark nach
Weisthümern durchforscht, erstreckte sich dessen Reise in den
Herbstferien desselben Jahres über den nordwestlichen und
einen grossen Theil der östlichen Hälfte des Landes. Daran
reihte sich noch ein in der zweiten Octoberwoche unternommener
Ausflug von Graz längs der Südbahn bis nach
Spielfeld und in die ganze Umgebung der zwischen diesen
äussersten Punkten gelegenen Eisenbahnstationen.
Das diesmal zuerst untersuchte Archiv war das des
Marktes Vordernberg. Die Untersuchung des ziemlich
grossen Vorrathes von Büchern und Acten war — wie in den
meisten steirischen Archiven — recht erschwert durch die da
bestehende totale Unordnung, den Mangel eines brauchbaren
Repertoriums und das Vorhandensein riesiger Quantitäten
schwarzen Staubes. Um so bedauerlicher war es, dass mehrstündiges
Suchen ohne Erfolg blieb. Auch die bis zum Jahre
1540 hinaufreichenden Marktgerichts- und Rathsprotokolle ergaben
keine Spur von ,Banntaidingen', und eben so wenig fand
sich eine Marktordnung. Hierauf frug Referent im Amtshause
der Radmeister-Communität nach Archivalien, erfuhr aber, dass
solche daselbst nicht vorhanden wären.
Von Vordernberg ging es über den Erzberg nach dem
Markt Eisenerz. Nach längeren Auseinandersetzungen gelang
es, die Bedenken des Bürgermeisters insoweit zu beschwichtigen,