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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

Ueber  einige  Wuudermäimer  China’s.

103

Genossen  sich  gleich  Raben  vereinigen,  dass  Liü-tsuan  in  dem
Rufe  der  Macht  stehe  und  durch  seine  Kraft  unversehrt  bleiben
und  bewältigen  müsse.  Liü-kuang  befragte  Khieu-mo-lo-schi.
Dieser  antwortete:  Bei  diesem  Vorgehen  sieht  man  noch  nicht,
dass  es  von  Nutzen  ist.  —  Hierauf  wurde  Liü-tsuan  in
Hö-li  geschlagen.  Ferner  griff  Kö-nuan  zu  den  Waffen.  Liütsuan
  verliess  das  grosse  Heer  und  kehrte  leichthin  zurück.
Er  wurde  wieder  durch  Kö-nuan  geschlagen  und  rettete  sich
mit  Noth.

^  Tsch’ang-tlise,  Beaufsichtiget -  der  Bücher  der
Mitte,  erkrankte.  Liü-kuang  besorgte  allseitig  die  Behandlung.
Hl  3C  Lo-tsch’a,  ein  Mensch  des  Weges  aus  den  auswärtigen
Reichen,  sagte,  er  könne  die  Krankheit  Tsch’ang-thse’s  bewältigen. ­
  Liü-kuang  freute  sich  und  beschenkte  ihn  sehr  reichlich.
Khieu-mo-lo-scliI  wusste,  dass  Lo-tsch’a  lüge,  und  er  sagte  zu
Tsch’ang-thse:  Lo-tsch’a  kann  keinen  Nutzen  schaffen.  Er  belästigt ­
  bloss  und  verursacht  Unkosten.  Das  dunkle  Schicksal
ist  zwar  verborgen,  doch  man  kann  mit  einer  Sache  einen
Versuch  machen.  —  Er  verfertigte  jetzt  aus  fünffarbigen  Seidenfäden ­
  einen  Strick,  knüpfte  ihn  und  verbrannte  ihn  zu  Asche.
Er  warf  diese  in  das  Wasser  und  sagte:  Wenn  die  Asche  aus
dem  Wasser  herauskommt  und  wieder  ein  Strick  wird,  so  ist
die  Krankheit  unheilbar.  —  Nach  einer  Weile  sammelte  sich
die  Asche,  schwamm  heraus  und  wurde  wieder  ein  Strick.  Die
Behandlung  Lo-tsch’a’s  war  in  der  That  ohne  Erfolg.  Nach
wenigen  Tagen  starb  Tsch’ang-thse.
Nach  einiger  Zeit  starb  Liü-kuang,  und  ihm  folgte  sein
Sohn  Liü-tsuan.  Ein  Schwein  warf  ein  Junges,  welches  einen
Leib  und  drei  Köpfe  hatte.  Ein  Drache  kam  aus  dem  Brunnen
des  östlichen  Flurgangs  hervor,  wand  sich  und  legte  sich  vor
die  Vorhalle.  Am  Morgen  vermisste  man  ihn.  Liü-tsuan  hielt
dieses  für  ein  vortrefflich  gutes  Vorzeichen  und  gab  dieser
Vorhalle  den  Namen:  Vorhalle  des  Umherflatterns  des  Drachen.
Plötzlich  stiegen  schwarze  Drachen  an  den  Thoren  der  neun
Paläste  von  Tang-yang  empor.  Liü-tsuan  veränderte  den  Namen
der  Thore  der  neun  Paläste  und  nannte  sie:  Thore  der  Erhebung ­
  der  Drachen.  Khieu-mo-lo-schi  sprach:  In  diesen  Tagen
kamen  verborgene  Drachen  zum  Vorschein  und  wandelten  umher. ­
  Eine  Ungeheuerlichkeit  der  Schweine  war  das  Denkwürdige.
            
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