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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

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Pfizmaier.

Liü-kuang:  Die  Standhaftigkeit  des  Mannes  des  Weges  geht
nicht  über  diejenige  seines  Vaters.  Wesswegen  sollte  er  sich
beharrlich  weigern?  —  Er  gab  ihm  dicken  Wein  zu  trinken
und  verschloss  ihn  mit  der  Tochter  des  Königs  in  einem  abgelegenen ­
  Gemache.  Khieu-mo-lo-schi,  also  genöthigt,  nahm
sie  hierauf  zur  Gattin.
Als  Liü-kuang  zurückkehrte,  stellte  er  auf  halbem  AVege
sein  Kriegsheer  an  dem  Fusse  eines  Berges  auf.  Die  Anführer
und  Kriegsmänner  waren  bereits  zur  Ruhe  gegangen,  als  Khieumo-lo-schi
  sagte:  Wenn  man  sich  hier  aufhält,  überstürzt  man
sich  gewiss.  Man  soll  das  Kriegsheer  auf  die  Uferbank  versetzen. ­
  —  Liü-kuang  nahm  diesen  Rath  nicht  an.  In  der  Nacht
fiel  wirklich  starker  Regen.  Plötzlich  entstand  eine  Ueberschwemmung,
  das  Wasser  war  mehrere  Klafter  tief,  und  mehrere
tausend  Menschen  ertranken.  Liü-kuang  war  darüber  heimlich
verwundert.
Liü-kuang  wollte  Zurückbleiben  und  in  den  westlichen
Reichen  als  König  herrschen.  Khieu-mo-lo-schi  sprach  zu  ihm:
Dieses  ist  das  Land  des  Unglücks  und  Verderbens,  man  soll
sich  nicht  lange  in  ihm  auf  halten.  Auf  dem  halben  AVege  ist
ein  Land  des  Segens,  man  kann  daselbst  wohnen.  —  Als  Liükuang
  zurückkehrte  und  nach  Liang-tscheu  gelangte,  hörte  er,
dass  Fu-kien  durch  ^|*  Yao-tschang  getödtet  worden.  Er
masste  sich  jetzt  die  Benennung  eines  Königs  an.
In  dem  zur  Rechten  des  Flusses  gehörenden  #£  Ä  Ku -
tsang  wüthete  ein  Sturm.  Khieu-mo-lo-schi  sprach:  Dieses  ist
ein  unheilverkündender  Sturm.  Es  wird  Verrath  und  Abfall
geben.  Es  tritt  jedoch,  ohne  dass  man  sich  anstrengt,  Beruhigung ­
  ein.  —  AVider  Vermuthen  gab  es  Empörer,  doch  über
Alle  erging  plötzlich  die  Vernichtung.
Tsiü-khiü-mung-siuen,  der  spätere  Beherrscher ­
  des  nördlichen  Liang,  stellte  vorerst  J3^  ^  Kia-nie, 1
Statthalter  von  Kien-khang,  als  Haupt  der  Empörung  voran.
Liü-kuang  entsandte  seinen  Sohn  Liii-tsuan  an  der
Spitze  eines  Heeres,  damit  er  die  Empörer  strafe.  Um  die
Zeit  meinte  man  in  den  Erörterungen,  dass  Kia-nie  und  dessen

1  An  anderen  Stellen  der  Geschichte  findet  sich  in  diesem  Namen  statt  des
Zeichens  kia  das  Zeichen  ist  tu  an.
            
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