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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 85. Band, (Jahrgang 1877)

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P  fi  zm  a  i  er.

folgen.  Er  bringt  Täuschung-  in  die  grosse  Sache  der  Menschen. ­
  —  Ko-nuan  entgegnete:  Wenn  man  nicht  den  Sieg  erlangt, ­
  so  unterziehe  ich  mich  der  Hinrichtung  durch  die  Axt.
Bewältigt  man  aber,  so  ist  der  Reichsgehilfe  zur  Linken  ein
Mann  ohne  Berathung.  —  Liü-kuang  befolgte  dieses  und  siegte.
Er  verglich  Kö-nuan  mit  einem  grossen  Rohre  (jjif  ^)-  Er
gesellte  sich  gewöhnlich  zu  ihm  in  dem  Zelte  und  berieth  sich
mit  ihm  im  Geheimen.
Liü-liang  wollte  ^  ^  Khe-fö-khien-kuei,  König
des  westlichen  Thsin,  angreifen.  Kö-nuan  machte  dagegen
Vorstellungen  und  sagte:  Jetzt  ist  das  grosse  Weiss  (Merkur)
noch  nicht  zum  Vorschein  gekommen.  Es  ist  nicht  angemessen,
das  Heer  in  Bewegung  zu  setzen.  Wenn  es  auszieht,  erwirbt
es  gewiss  keine  Verdienste.  Am  Ende  wird  es  geschlagen
werden.  —  ^  ||§  Ku-yao,  der  als  grosser  Vermerker  Gebietende, ­
  meinte,  man  müsse  das  Gebiet  von  ^  pH  Thsin-lung
in  Besitz  nehmen  und  die  Feste  Kin-tsch’ing  erobern.
Liü-kuang  hiess  ihn  bei  Kö-nuan  anfragen.  Dieser  sprach  im
Geheimen  zu  Liü-kuang:  Gestern  fiel  ein  Meteor  im  Osten
nieder.  Es  wird  zu  Boden  liegende  Leichname  und  todte  Anführer ­
  geben.  Erlangt  man  auch  diese  Feste,  der  Kummer
besteht  .darin,  dass  man  sie  nicht  behauptet.  In  der  ersten
Decade  des  ersten  Monats  wird  das  Eis  des  gelben  Flusses
sich  lösen.  Wenn  man  nicht  bei  Zeiten  übersetzt,  so  ist  zu
fürchten,  dass  grosse  Veränderungen  entstehen.  —  Zwei  Tage
später  erfuhr  man  die  Niederlage.  Als  Liü-kuang  das  Heer  zurückgeführt ­
  und  den  Fluss  übersetzt'  hatte,  schmolz  das  Eis.  Die
Menschen  beugten  sich  vor  dieser  göttlichen  Bestätigung.  Liükuang
  ernannte  Kö-nuan  zum  beständigen  Aufwartenden  von
den  zerstreuten  Reitern  und  zum  grossen  Beständigen.
Später  erkannte  Kö-nuan,  dass  Liü-kuang,  weil  er  von
Jahren  alt  war,  Niederlagen  erleiden  werde.  Er  griff  daher
mit  Wang-tsiang,  der  bei  Liü-kuang  die  Stelle  eines
Vorgesetzten  des  Pfeilschiessens  bekleidete,  zu  den  Waffen  und
erregte  Aufruhr.  Als  das  Volk  hörte,  dass  Kö-nuan  zu  den
Waffen  greife,  gingen  Alle,  in  Betracht,  dass  alle  Dinge,  die
ein  höchstweiser  Mann  unternimmt,  zu  Stande  kommen,  einander ­
  voran  und  folgten  ihm,  als  ob  sie  es  nicht  erreichen
würden.  Kö-nuan  hielt  dafür,  dass  an  die  Stelle  Liü-kuang’s
            
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