Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Neue  Bruchstücke  Epikur’s,  insbesondere  über  die  Willensfrage.

91

Zeilen)  und  eine  sehr  merkwürdige  Notiz  über  die  Abfassungszeit ­
  des  Buches  ■—-  (ecp’  'Uh/q-i-cr/cu  =  Olymp.  120,  1  •—  enthält, ­
  werthlose  Trümmer.  Von

7
war  zur  Zeit,  als  ich  jenen  Aufsatz  schrieb,  nur  der  Anfang  veröffentlicht ­
  und  die  Fortsetzung  liess  vier  Jahre  auf  sich  warten.
Das  Stück  enthält,  von  der  a.  a.  0.  hergestellten  und  erklärten
Titelaufschrift 1  abgesehen,  eine  Anzahl  zum  Theil  überaus  wohlerhaltener ­
  und  ergiebiger  Columnen  und  Fragmente.  Leider  ist
die  napoletanische  Abschrift  durch  viele  Schreibfehler  verunziert, ­
  die  Oxforder  hingegen  unvollständig,  indem  das  unterste
Dritttheil  der  Columnen  durchgängig  fehlt.  Der  Inhalt  ist
logischer  und  sprachlicher  Art;  genauer  ausgedrückt,  es  werden
die  Quellen  des  Irrthums,  dieser  mag  nun  in  Denk-  oder  Sprachfehlern ­
  seinen  Grund  haben,  abgehandelt.  Ein  zusammenhängendes, ­
  im  ganzen  wohlverständliches  Stück  (Col.  IX  und  X)  enthält ­
  eine  interessante  Polemik  gegen  den  Megarilcer  Eubulides
und  seinen  vielberufenen  Trugschluss:  b  l-pi£KaXo|Jt.|iivo<;  (man  vgl.
im  Verzeichniss  der  Schriften  Epikur’s  bei  Diogen.  X,  §.  27,
den  Titel:  itpo?  tou?  Me^apaou?  Staxopiai):
—  c(uv)s^w;  to  oiv)|j.apTf)[/.e(vo)v  s(v)  tw  •))  aAAo  ti  -/.axa  Tauxa?
A£Y(£a)6a’.  iwv  6£up^Ti(z)(öv,  o  obv.  äX(v))0£?  eoitv,  •})  (ox)ap.  7i(o)p(p(i))0£p.
wo0£v  de  ftpaejew?  auvaovjv  ßctStömciv  daäytOGh  (tö)  xy;v  e~i(x)y;oio|j,
(sic)  7Cpä^lV.  ÖCV  §E  [J.YjOEV  TOUTWV,  sI>(a)uy0Et!)pY)T(o)V  2  ECTTat,  ÜQ  0U7.
(e)ici  (jjE)ySst?.  ofo  z.ai  pa3tw((;)  &t(a)vxe?  3wcTaYEX(Ö!U)v  o(x)av  ti?
5p.(oko)Yv5<javTÖ?  Ttvo?  p.('o)8’  ivä(^)/£a0a'.  xaüxb  £7t(axa!j0ai  xe  xat  |j,yj
£x:oxao0ai  TcpocpEp^)  xov  cru'f/.E7.a(Ä)up.ij.£vov,  (7ib)xspa  *at  x(bx£  x)ocüxd
[hier  fehlen  drei  Zeilen,  dann  folgt  mit  nicht  völlig  klarer  Construction]
  auxou(?)  6([xoX)oYia  op.w?  ßXstcwv  ecp’  (oT?)  (5)[aoXoy(ei)
touto,  s(tt'0  xw(t)  aocptspaxi,  w?  cü  aujjtxspiXaßihv  h  ey.ivet  (sic)
1  Dieselbe  enthält  ausser  dem  Titel  und  der  Buchnummer  die  Notiz:
t)iüv  dp/ai(iov
£-1  Nizfou  tou  ü-fsra  ’AvTi)cpdi5g.(v
d.  h.  Epikur  verfasste  oder  veröffentlichte  das  aehtundzwanzigste  Buch  de
natura  Olymp.  121,  1.  Ueber  die  wahrscheinliche  Bedeutung  der  Worte
Ttijv  dp-/aiu)v  habe  ich  a.  a.  0.  eingehend  gehandelt.
2  Ich  habe  das  Wort  auch  einmal  bei  Philodem  hergestellt  (Here.  Vol.,
Coli.  alt.  V,  35).  Anderweitig  ist  es  bisher  nicht  nachgewiesen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.