Aufzeichnungen aus dem Reiche 1-sß.
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Matsu-kdi (matsu-kafi) wird durch ^ matsu-kafi
,Zwischenraum des Wartens' erklärt. Es ist ein Wort wie
jama-no kai ,Zwischenraum der Berge', wobei kafi (kai) für
afi ,Zwischenraum' gesetzt ist. A geht hier in ka über.
Nuki-miru, sonst nirgends vorkonnnend und nicht erklärt,
bedeutet ,entreissend sehen', d. i. auf einen Augenblick sehen.
Nuki entspricht hier dem lateinischen raptim.
Iwa-fu-momo, nur in Eirakana gesetzt, ist ebenfalls in
keinem lexikographischen Werke zu finden. Es ist kaum zu
zweifeln, dass es iwa-fu-momo ,der auf
Felsen wachsende Pfirsichbaum' bedeuten soll.
(Multasi) | ito ivakaki-ni-wa \ aranu \ kore-kare
(tomo)-datsi- JE (domo) atsumari-te \ (tsuki)-ivo mite\
sore-ga pj} (naka)-ni fitori.
Einst versammelten sich hier und dort Freunde, welche
nicht sehr jung waren, und betrachteten den Mond. Einer
unter ihnen sagte die Verse:
O-o-kata-wa (tsuki)-wo-mo me-de-si kore-zoko-no
tsumore-ba A (fito)-no oi-to naru mono.
Im Ganzen | den Mond lieben, | unter ihm weilen, | wenn
es häufig geschieht, | werden die Menschen Greise.
In den Gedichten Pe-lö-thien’s heisst es: Dem Mondlicht
gegenüber an vergangene Dinge denke nicht. Es verringert
deine Jahre, es verringert dein Angesicht.
In der Sammlung Go-sen-siü hat der Mond den Namen
Aware ,das Leid'. Es wird dadurch bezeichnet, dass man
ihn meidet.
In der Geschichte des Geschlechtes Gen heisst es: Blicket
nicht allein auf den Mond! Das Herz wird leer und es ist
sehr qualvoll.
lässt sich, da diese Bücher Privateigenthum und gänzlich unzugänglich
sind, nicht bestimmen. Um diesen Gegenstand und noch manches Andere
aufzuhellen, bleibt dem Verfasser nur übrig, Sendungen einiger von ihm
bestellten Bücher aus Japan abzuwarten.
Sitzungsber. d. phil.-liist. CI. LXXXIII. Bd. I. Hft. 6