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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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Motive  der  Kritiker  zu  errathen  und  zu  würdigen,  die  ausgesprochenen ­
  halten  jedenfalls  einer  unbefangenen  Prüfung
nicht  Stand. 1
Ich  berichtige  im  Vorübergehen  eine  Phrase  des  Justin.
Martyr  (apolog.  I,  c.  25—69 b ~ c ),  die  wohl  nur  darum  bisher
ungebessert  geblieben  ist,  weil  die  Werke  der  Kirchenschriftsteller ­
  in  neuerer  Zeit  wenigstens  so  selten  von  Sprachkundigen
gelesen  oder  auch  herausgegeben  werden:  —  Osm  os  tu  avswvj-w
zat  axaOsü  saüxouq  avEOv)y.ap.sv,  ov  oute  ex’  Ävtwxyjv  y.ai  xaq  äXXag  6p.oüo<;
oüos  ex!  ravup,vjSy)v  St’  oicrrpov  eXijXuOivai  xsiOop.cOa,  oüos  XuOrjva'.  ßorrßäau;
tuyo'na.  Sta  Gexioo?  üx'o  toü  Exaxovxa/Etpo!;  exstvou,  cuos  (jtEptfjtvüvxa  (1.  ob  oh
р.  r ( v  xtp.tövxa)  Sta  xouxo  xbv  -rj;  ©etioo?  ’A^tXXsa  Sta  ty)v  xaXXaxioa
BptuYjtSa  oXscat  xoXXö'u;  twv  'EXX^vcov  (vgl.  B,  3  —  4:  äXX’  8  ye  p.ep-[j.yjpii(s
  y.axa  ippsva,  tic  ’A‘/tAvja  !  xtpr/jist’,  oXecat  81  zoXsa?  exl
vijuodv  A■/atwv)  —  und  wende  mich  zu  einem  Patienten  der
kritischen  Klinik,  der  seit  geraumer  Zeit  in  der  Abtheilung
der  Unheilbaren  einen  unbestrittenen  Platz  behauptet  hat.
Von  Agatho  oder  Likymnios  (schwerlich  von  dem
ersteren,  den  wir  als  Prosaschriftsteller  sonst  nicht  kennen)
führt  Dionysius  von  Halikarnass  (de  admir.  vi  die.  in  Demosth.
с.  26  —  1035,  6  R.)  ein  Bruchstück  an,  welches  den  Missbrauch ­
  gorgianischer  ,Klangfiguren'  zu  versinnlichen  bestimmt
ist:  y.at  xauxa  xa  xapicra  oü  Atxüp.vtot  xaut’  (Aaüjjtvtot  ol  sixovts??)  stetv,
cuo’  ’AyaOwvs?  ot  Xe^ovte? -  ußptv  i)  xplv  p,:xOw  xoösv  -i)  p.6/0ov
xaxptSwv  —.  Dieser  Verderbniss  gegenüber  hat  sich  vor  fast
fünfzig  Jahren  Spengel  (art.  script.  p.  91:  ,talpam  me  esse
maximum  fateor')  und  erst  kürzlich  Blass  (Att.  Beredsamkeit
76,  4)  vollständig  rathlos  bekannt.  Wer  jedoch  mit  der
griechischen  Cürsivschrift  einer  Zeit,  zu  der  die  ältesten
bisher  bekannten  Handschriften  dieses  Buches  nicht  hinan-1
  ,vitium  in  eo  cognoscitur  quod  'j.aÄAo'j  non  habet  quo  pertineat 1  Kock,
Verisiin.  (Elcckeisen’s  Jahrb.  Süppl.  VI,  1,  103).  ,u.c&uv,  quod  cum  proximo
  p.äXXov  consociari  nequit 1  Enger  (adnot.  ad  trag,  graec.  fragm
p.  19).  Und  auch  Musgrave’s  Ergänzungsversuch,  Herwerden’s  (stud.  crit.
in  poet.  scen.  gr.  p.  98)  und  Nauck’s  Yerdamnmngsurtheilo  wollen  mir
nicht  besser  begründet  scheinen,  wenn  man  gleich  den  beiden  letztgenannten
  Kritikern  gewiss  nur  das  vorwerfen  kann,  dass  sie  den  zweiten
Vers,  weil  er  entbehrlich  ist,  darum  auch  schon  fiir  verwerflich  halten.
Sitzungsber.  d.  phil.-liist.  CI.  LXXXIM.  Bd.  IV.  Hft.  38
            
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