Beiträge zur Kritik und Erklärung griechischer Schriftsteller.
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Motive der Kritiker zu errathen und zu würdigen, die ausgesprochenen
halten jedenfalls einer unbefangenen Prüfung
nicht Stand. 1
Ich berichtige im Vorübergehen eine Phrase des Justin.
Martyr (apolog. I, c. 25—69 b ~ c ), die wohl nur darum bisher
ungebessert geblieben ist, weil die Werke der Kirchenschriftsteller
in neuerer Zeit wenigstens so selten von Sprachkundigen
gelesen oder auch herausgegeben werden: — Osm os tu avswvj-w
zat axaOsü saüxouq avEOv)y.ap.sv, ov oute ex’ Ävtwxyjv y.ai xaq äXXag 6p.oüo<;
oüos ex! ravup,vjSy)v St’ oicrrpov eXijXuOivai xsiOop.cOa, oüos XuOrjva'. ßorrßäau;
tuyo'na. Sta Gexioo? üx'o toü Exaxovxa/Etpo!; exstvou, cuos (jtEptfjtvüvxa (1. ob oh
р. r ( v xtp.tövxa) Sta xouxo xbv -rj; ©etioo? ’A^tXXsa Sta ty)v xaXXaxioa
BptuYjtSa oXscat xoXXö'u; twv 'EXX^vcov (vgl. B, 3 — 4: äXX’ 8 ye p.ep-[j.yjpii(s
y.axa ippsva, tic ’A‘/tAvja ! xtpr/jist’, oXecat 81 zoXsa? exl
vijuodv A■/atwv) — und wende mich zu einem Patienten der
kritischen Klinik, der seit geraumer Zeit in der Abtheilung
der Unheilbaren einen unbestrittenen Platz behauptet hat.
Von Agatho oder Likymnios (schwerlich von dem
ersteren, den wir als Prosaschriftsteller sonst nicht kennen)
führt Dionysius von Halikarnass (de admir. vi die. in Demosth.
с. 26 — 1035, 6 R.) ein Bruchstück an, welches den Missbrauch
gorgianischer ,Klangfiguren' zu versinnlichen bestimmt
ist: y.at xauxa xa xapicra oü Atxüp.vtot xaut’ (Aaüjjtvtot ol sixovts??) stetv,
cuo’ ’AyaOwvs? ot Xe^ovte? - ußptv i) xplv p,:xOw xoösv -i) p.6/0ov
xaxptSwv —. Dieser Verderbniss gegenüber hat sich vor fast
fünfzig Jahren Spengel (art. script. p. 91: ,talpam me esse
maximum fateor') und erst kürzlich Blass (Att. Beredsamkeit
76, 4) vollständig rathlos bekannt. Wer jedoch mit der
griechischen Cürsivschrift einer Zeit, zu der die ältesten
bisher bekannten Handschriften dieses Buches nicht hinan-1
,vitium in eo cognoscitur quod 'j.aÄAo'j non habet quo pertineat 1 Kock,
Verisiin. (Elcckeisen’s Jahrb. Süppl. VI, 1, 103). ,u.c&uv, quod cum proximo
p.äXXov consociari nequit 1 Enger (adnot. ad trag, graec. fragm
p. 19). Und auch Musgrave’s Ergänzungsversuch, Herwerden’s (stud. crit.
in poet. scen. gr. p. 98) und Nauck’s Yerdamnmngsurtheilo wollen mir
nicht besser begründet scheinen, wenn man gleich den beiden letztgenannten
Kritikern gewiss nur das vorwerfen kann, dass sie den zweiten
Vers, weil er entbehrlich ist, darum auch schon fiir verwerflich halten.
Sitzungsber. d. phil.-liist. CI. LXXXIM. Bd. IV. Hft. 38