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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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Goinp  erz.

erliegt  —  wenn  wir  von  den  gelegentlichen  Verheerungen  der
Seuchen  absehen  —  ein  Multiplum  der  Opfer  aller  anderen
Krankheiten  zusammengenommen.
Die  sonst,  wie  es  scheint,  in  der  hippokratischen  Sammlung
durchgängig  ausgemerzte  jonische  Form  des  Wortes  (z.  B.  324,  4;
358,  4;  VI,  178,  3  v.  u.;  188,  1  v.  u.,  desgleichen  SexotcXocgio?
mehrfach  in  de  prisc.  med.)  hat  hier  frühzeitig  dieselbe  Verderbniss
  erfahren,  die  sich  bei  Herodot  zum  mindesten  zweimal
(III,  135  med.  und  VIII,  140,  1  iin.)  nach  Gaisford’s  Angaben  in
eine  der  besten  Handschriften  (Steinii  pace  sei  es  gesagt),  in  den
cod.  Sancroftian.  eingeschlichen  hat! 1  Und  auch  von  anderen
und  von  viel  weitgreifenderon  Jonismen  haben  sich  in  der  früh
durchcorrigirten  hippokratischen  Sammlung  nur  unter  dem  Schutz
gelegentlicher  alter  Corruptelen  und  Missverständnisse  vereinzelte ­
  Spuren  erhalten,  so  von  der  Nichtaspirirung  der  Tennis
vor  folgendem  starken  Hauch.  (In  de  aer.  aqu.  et  loc.  §.  21,
II,  74  L.,  bieten  sämmtliche  IIss.  am  twv,  wo  der  Artikel
sinnlos  ist  und  sicherlich  einst  geschrieben  stand:  W’  otswv
vj-MGxa  dy.be,  Etvat  avopa  oliv  -ce  Xorfveuetv.)  —  Dass  aber  durch
p.äXXov  der  in  zoXXazXifc’.ot  liegende  Comparativbegriff  erneuert
wird,  —  sollte  es  nöthig  sein,  dafür  erst  auf  Krüger’s  Schulgrammatik ­
  §.  49,  7,  5  (desgleichen  zu  Xenoph.  Anabas.  4,  6,  11
oder  7,  4,  11)  oder  auf  Ilerod.  I,  31  (wo  Stein  eine  unzureichende ­
  Erklärung  bietet);  I,  32;  VII,  143;  IX,  7  u.  a.  m.,
oder  auf  Nauck-Schneidewin’s  Zusammenstellungen  zu  Sophocl.
Antig.  86  zu  verweisen?  Fast  könnte  es  so  scheinen.  Wenigstens
musste  v.  Leutsch  erst  kürzlich  den  gleichen  Sprachgebrauch  bei
eben  unserem  Autor  (Hippocr.  aphor.  IV,  21  —  IV,  508  L.:
jj.äXXov  xaxiov)  gegen  Ermerins’  Neuerungssucht  vertheidigen
(Philol.  30,  264).  Und  auch  Philologen  werden  nicht  müde,
Eurip.  frg.  554:
ex.  xwv  afAmo>v  r t  yap\c  jj.eiTwv  ßpo-cotc
savVka,  p.aXXov  i)  m  zpocoixoip-Evov
mit  Aenderungsvorschlägen  und  Athetesen  heimzusuchen.  Vielleicht ­
  bin  ich  zu  stumpfsinnig,  um  die  unausgesprochenen

Das  Umgekehrte  hat  einmal  Hartungs  Eilfertigkeit  verbrochen  in  seiner
ß.earbeitung  einer  Schrift  des  nicht-jonisch  schreibenden  Philodem!
            
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