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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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verglichen  werden)  bedarf  es  keiner  neuen  Belege;  nur  für
die  ethische  Bedeutung  dieses  Streites  sei  verwiesen  auf  fab.
aesop.  120  Hahn  oder  Aelian.  hist.  anim.  17,  37  (man  beachte
insbesondere  die  Worte:  siSio?  oüv  6  ynupybq  t'ov  p.sv  eivcu  Aioq
oiyye\o't  xai  üxY)pexY)V,  zio&q  ye  p.rjv  xaxöv  Orjpiov  töv  o9v  —
p.  429,  4  Horch.);  ähnlich  Plut.  de  Is.  et.  Osir.  c.  50  —
454,  17  Dübn.;  die  Schlange  als  Typus  des  Bösen  auch  fab.
aesop.  153  H.  oder  Arist.  Rhet.  II,  23,  1400  b  22,  man
denke  an  091V  xpeipeiv  und  anderes  Sprichwörtliche  bei  den
Parömiographen  u.  s.  w.
In  Betreff  der  metrischen  Grab-Insclirift  des  Akademikers ­
  Telekles,  durch  deren  Veröffentlichung  und  Bearbeitung ­
  sich  G.  Kaibel  kürzlich  ein  neues  Verdienst  erworben
hat  (Bullettino,  1873,  p.  248—49)  lassen  sich  natürlich  mancherlei
mehr  oder  weniger  wahrscheinliche  neue  Vermuthungen  aufstellen. ­
  Nur  rücksichtlich  der  letzten  Zeile  muss  entweder  ein
Irrtlium  des  Herausgebers  oder  ein  Fehler  des  Steinmetzen
angenommen  werden,  denn  die  vier  Vocale  e,  a,  0  und  s  können
nicht  in  einem  Dactylus  Platz  linden.  Ich  bin  daher  überzeugt,
dass  mit  Ersetzung  jenes  A  durch  ein  A  s-QXoc  zu  schreiben  ist,
woraus  sich  fast  mit  Nothwendigkeit  die  Schreibung  ergibt:
o?jp.oc  A0Y]vsd(*)]v  0’  ec[0XJ09  exetce
Man  vgl.  Z.  2—3:
0-739  S’  ’Ay.a]oYj[j.£(Y]c,  T-qXsxXesi;,  oiix  aßörjt[o?
ooä;a  -Trap’]  iffiöip.oic  sxXsxo  KsxpOTiioai|y
wo  ich  nur  Kaibel’s  mir  nicht  recht  griechisch  scheinendes
073  in  Gvj?  verändert  habe;  ,deine  Akademie'  muss  so  viel  heissen
wie  ,die  Schule  Platon’s  unter  deiner  Führung'.  Ob  eine  staatliche ­
  Ehrenbezeigung  oder  nur  die  Theilnahme  weiter  Volkskreise ­
  an  der  Bestattung  des  Schulhauptes  gemeint  ist,  muss
dahingestellt  bleiben;  für  beides  fehlt  es  nicht  an  genau  zutreffenden ­
  Analogien.
Eine  hochbedeutsame  Stelle,  in  welcher  der  Vater  der
Medizin  die  Methode  der  Heilkunst  seiner  Zeit  gegen  die
Neuerungen  der  Naturphilosophen  vertheidigt  und  sich  über
die  Vervollkommnungsfähigkeit  seiner  Wissenschaft  in  überaus
merkwürdiger  Weise  ausspricht,  ist  bis  zur  Stunde  ausnahmslos ­
  missverstanden  und  unrichtig  geschrieben  worden.  Dieselbe
            
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