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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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Worte  nicht  minder  sinnlos  wiedergegeben.  Arcliimedes  schrieb
an  Gelon  gewendet,  dem  der  Arenarius  gewidmet  ist  und  den
er  wenige  Zeilen  vorher  wieder  anredet:  Stoirep  co^Bvjv  y.at  xtv
oüy.  cevapjjtooitov  sinev  sx'.Oswpvjaat  Tauta.  (So  ward  ehedem  auch  in
dem  angeblichen  Briefe  des  Archytas  an  Plato  bei  Diog.  L.
VIII,  80  statt  t£v  gelesen  xtva.)
Dem  Argumentum  des  Oedip.  tyr.  folgt  in  den  Sophokles-Hss.
  eine  Erörterung  der  Frage:  oia  x£  xupavvo?  imyiypomxca.  Da
heisst  es  unter  Anderem  (p.  105,  21  Nauck):  yapisvTuq  Se
TTPANNON  ns»te?  auxov  STCiypaosuaiv  wc  eijsycvxa  izdurrx%  So-<pcy.AE0uc
  xoi^tjsuc.  Irgend  etwas  yaptevxwc  zu  thun  ist  nicht  eben
häufig  die  Sache  ,aller  Welt',  vielmehr  pflegt  es  das  Vorrecht
jenes  erlesenen  Kreises  zu  sein,  welcher  auch  den  Griechen
nicht  axavxec  und  auch  nicht  ot  xoÄAot,  sondern  ot  yaptcvxsc  heisst.
Um  so  besser  für  alle  Welt,  wenn  dies  eine  Mal  wenigstens  so
gehässige  aristokratische  Vorurtheile  verstummen  müssen.  Doch
das  herrliche  Compliment  wird  sogleich  von  zwei  Seiten  arg
durchlöchert.  Die  vorangehende  Zeile  meldet  uns  nämlich,  dass
das  Drama  (wie  freilich  sattsam  bekannt)  zum  Unterschiede
vom  Oedipus  auf  Kolonos  eben  Oedipus  tyrann.  genannt  ward,
und  die  nächste  Zeile  erzählt  von  Einigen  (sich  3s  y.ai),  welche
diesen  Oedipus  gar  nicht  xupavvoc  (weder  mit  noch  ohne  Beisatz),
sondern  xpäxspo?  nannten  mit  Rücksicht  auf  die  Zeitfolge  der  Handlung ­
  und  auch  auf  die  Epoche  der  Aufführung.  So  müssen  wir
denn,  minder  allerweltsfreundlich  als  die  Handschriften,  nothgedrungen
  annehmen,  dass  Witz  und  Geistesanmuth  auch  diesmal ­
  das  Eigenthum  einer  bevorzugten  Minderheit  waren,  und
dass  gleichfalls  nur  Einige  das  Meisterwerk  des  Dichters  den
Tyrannen  oder  Herrscher  schlechtweg  betitelt  haben:  yaptsvxwc
äsTYTANNON  kiöc  xivsc  aüxov  extypotipouctv  y.xe.  Vgl.  Argum.
Ajac.  (3,  13  N.):  ev  Ss  xal?  SioaczaAiat?  (JuXßc  AIAS  exiysYpaxxai.
Das  von  Halm  (lect.  stob.  2,  37)  behandelte  demokritische ­
  Bruchstück  (addend.  ex  edit.  Froben.  ap.  Gaisford.,
Vol.  IV,  p.  372  ed.  Lips.)  lässt  sich  —  nur  in  den  ersten
Worten  nicht  mit  völliger  Sicherheit  —  also  ordnen:  Sivjvsxyjc
(avirjs)  aixivj  (cod.  etc!)  1  x&ji  avOpioxotat  r,  xou  xAoütoj  ix'.Oup.tvy  ij.t,
1  Aus  AITIU  ward  zuerst  0111,  diinn  GUI.  Dialektische  Aenderungen  habe
ich  nicht  ausdrücklich  angemerkt,  so  wenig  wie  bei  den  späterhin  zu
erörternden  Stellen  der  hippokratischen  Schriften.
            
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