Beiträge zur Kritik und Erklärung griechischer Schriftsteller.
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Worte nicht minder sinnlos wiedergegeben. Arcliimedes schrieb
an Gelon gewendet, dem der Arenarius gewidmet ist und den
er wenige Zeilen vorher wieder anredet: Stoirep co^Bvjv y.at xtv
oüy. cevapjjtooitov sinev sx'.Oswpvjaat Tauta. (So ward ehedem auch in
dem angeblichen Briefe des Archytas an Plato bei Diog. L.
VIII, 80 statt t£v gelesen xtva.)
Dem Argumentum des Oedip. tyr. folgt in den Sophokles-Hss.
eine Erörterung der Frage: oia x£ xupavvo? imyiypomxca. Da
heisst es unter Anderem (p. 105, 21 Nauck): yapisvTuq Se
TTPANNON ns»te? auxov STCiypaosuaiv wc eijsycvxa izdurrx% So-<pcy.AE0uc
xoi^tjsuc. Irgend etwas yaptevxwc zu thun ist nicht eben
häufig die Sache ,aller Welt', vielmehr pflegt es das Vorrecht
jenes erlesenen Kreises zu sein, welcher auch den Griechen
nicht axavxec und auch nicht ot xoÄAot, sondern ot yaptcvxsc heisst.
Um so besser für alle Welt, wenn dies eine Mal wenigstens so
gehässige aristokratische Vorurtheile verstummen müssen. Doch
das herrliche Compliment wird sogleich von zwei Seiten arg
durchlöchert. Die vorangehende Zeile meldet uns nämlich, dass
das Drama (wie freilich sattsam bekannt) zum Unterschiede
vom Oedipus auf Kolonos eben Oedipus tyrann. genannt ward,
und die nächste Zeile erzählt von Einigen (sich 3s y.ai), welche
diesen Oedipus gar nicht xupavvoc (weder mit noch ohne Beisatz),
sondern xpäxspo? nannten mit Rücksicht auf die Zeitfolge der Handlung
und auch auf die Epoche der Aufführung. So müssen wir
denn, minder allerweltsfreundlich als die Handschriften, nothgedrungen
annehmen, dass Witz und Geistesanmuth auch diesmal
das Eigenthum einer bevorzugten Minderheit waren, und
dass gleichfalls nur Einige das Meisterwerk des Dichters den
Tyrannen oder Herrscher schlechtweg betitelt haben: yaptsvxwc
äsTYTANNON kiöc xivsc aüxov extypotipouctv y.xe. Vgl. Argum.
Ajac. (3, 13 N.): ev Ss xal? SioaczaAiat? (JuXßc AIAS exiysYpaxxai.
Das von Halm (lect. stob. 2, 37) behandelte demokritische
Bruchstück (addend. ex edit. Froben. ap. Gaisford.,
Vol. IV, p. 372 ed. Lips.) lässt sich — nur in den ersten
Worten nicht mit völliger Sicherheit — also ordnen: Sivjvsxyjc
(avirjs) aixivj (cod. etc!) 1 x&ji avOpioxotat r, xou xAoütoj ix'.Oup.tvy ij.t,
1 Aus AITIU ward zuerst 0111, diinn GUI. Dialektische Aenderungen habe
ich nicht ausdrücklich angemerkt, so wenig wie bei den späterhin zu
erörternden Stellen der hippokratischen Schriften.