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Gromp er z.
wegs steht und fällt) nicht unwahrscheinlich finden; an sich
ist es vielleicht nicht schlechter als Nauck’s «v8pa und besser
als das von H. Grotius am Versende hinzugefügte tiv« oder
das von Düntzer (Philol. V, 191) statt dessen vermuthete ßpoxov.
Wenn ich hingegen mit H. Grotius das metrisch unmögliche
xoXXa? xpotpaastv otowatv in xoXXyjv otowcn xpöcpaatv verwandle, so
leitet mich hierbei hauptsächlich die Erinnerung an frg. 408, 2:
xoXXyjv oi'oüxriv IXxto’ —, die wohl Meineke und neuerlich
H. Diels entschwunden war, als sie xposdret? durch Xaßa? ersetzen
wollten. Und nicht minder dünkt mir 0. Ilense im Unrecht
zu sein, wenn er (Krit. Blätter, 81) icpooätjsiq otSwat (youzoq)
zu schreiben vorschlägt und gegen ,die Interpolation von
Grotius' einen kritischen Kanon in’s Feld führt, den er selbst
sofort wenn nicht dem Buchstaben, so doch dem Geiste nach
gröblich verletzt. Denn seine These: ,Umstellungen der Worte
können doch nur dann probabel sein, wenn damit nicht weitere
Aenderungen verknüpft sind', kann doch nur besagen wollen,
man solle nicht ohne Noth gewaltsame Aenderungen häufen.
Was ist aber, so darf ich wohl Freund Hense fragen, in Wahrheit
weniger gewaltsam: seine Tilgung des völlig sinngemässen
xoXXct? und dessen Ersetzung durch das im besten Fall müssige
youto?, oder unsere Annahme, Theophilus habe sich diesen Vers
des Euripides durch Umwandlung der nicht eben gewöhnlichen
Einzahl in die Vielzahl und durch Herstellung der natürlichen
Wortfolge mundgerecht gemacht, gerade wie er eine Zeile später
den Vers des Thestios (ein Tragiker, den sich der gelehrte (!)
Bischof aus dem Thyestes des Euripides erschaffen hat) um
Versmass und Feinheit des Ausdrucks völlig unbekümmert zu
dem plumpen Machwerk vergröbert hat: Osou OIXcvtoc c xav
Ixt ptxb? xXevp; (statt: Osou OIXovto; xav Ixt ptxoc xXeoic, frg. 401 N.). 1
Nicht H. Grotius, sondern den Bischof von Antiochien trifft
mit Grund der Vorwurf der Interpolation, und interpolirten
Texten gegenüber sind gelinde Heilmittel nicht besser an ihrem
Platze als gewaltsame Aenderungen gegenüber von naiven Verderbnissen.
1 Theophil, ad Autolyc. II, 87 b ; vgl. H. Diels’ (Rhein. Mus. 30, 172 ff.) lehrreichen
Aufsatz über: ,eine Quelle des Stobäus“.