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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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Go  mp  er  z.

,xo  Y^pac  aic-ep  opjAOi;  satt  xwv  y.xy.w'/'
icavx’  eax’  ioetv  yap  st;  xoBs  y.axaxsipeuYÖxa.
Sicherlich  ist  dies  in  dem'von  Stobäus  a.  a.  0.  Nr.  9
aufbewährten  Bruchstück  aus  den  XaXy.sta  des  Men  ander  geschehen ­
  :
,oüy.  äv  ysvoi-’  spövxo;  aOXuixspov
ou3sv  yipc'noq 1  —  itXvjv  sxepo;  yepaiv  kpSy>.
S;  yap  dotoXaitetv  ßoöXeO’  &v  ditoXe(Trexat
3ta  xbv  xpövov,  irö;  oüxo;  oi*  ecrx’  a'OXto;;
Oder  glaubt  man  wohl,  es  könnte  sich  Menander  ohne  solchen
parodistischen  Anlass  so  possenhaft  ausgedrückt  haben:  ,es
gibt  nichts  Elenderes  als  einen  verliebten  Greis,  es  wäre  denn
ein  anderer  verliebter  Greis'?  Am  gelungensten  war  der  Spass,
wenn  der  zweite  verliebte  Alte  den  ersten,  pathetisch  declamirenden,
  mit  den  Worten  ttXyjv  —  spöv  geradezu  unterbrach;
dann  mag  der  erste  die  Rede  wieder  aufgenommen  und  jener
Sentenz  ihre  Begründung  hinzugefügt  haben.
Einem  Verse  des  euripideischen  Philoktet  hingegen
(791,  1  N.),  der  bei  Stob.  Flor.  39,  13  und  bei  Clem.  Strom.
VI,  739  Pott,  ohne  Zusatz  erscheint,  haftet  in  einem  dritten
Citat  (Stob.  Flor.  59,  18)  eine  Zuthat  an,  die  meines  Erachtens ­
  nur  das  Werk  eines  Komikers  sein  kann:
,p.ax.dpto;  oixt;  eüxo^öv  o’foot  p.eved -
ev  yr)  o’  6  ©opxo;  y.ai  icdl.iv  vaoxtAXsxat.
Kaum  hat  der  Kaufmann  das  Land  betreten,  so  vergisst  er  die
Vorsätze,  die  er  auf  hoher  See  gefasst  hatte,  —  nicht  minder
rasch  als  Plorazens  Wucherer  die  seinen.
fehler  entstamme.  Der  Zufall  spielt  bisweilen  gar  seltsam  mit
den  Texten.  Bei  Galen,  de  usu  part.  I,  2  (III,  4,  3  Kühn)  liest  man:
oüxouv  yuij.voi  ouo 1  aojtho;  ouä 1  euxptoxo?  oOo’’  «vutcöSexo;  dvOpcoico;.  Wer  könnte
hier  eine  Irrung  wittern,  wenn  es  nicht  sonnenklar  wäre,  dass  dem
Schreibenden  Plato’s  Worte:  xov  ob  avOpontov  yup.vo'v  xs  xat  dvu]xbo7)xov  xal
aaxpMXOv  xai  aorhov  (Protag.  321  C)  vorschweben  und  eüxpcoxos  mithin
(da  an  eine  absichtliche  Veränderung  eben  dieses  einen  Wortes  und  seine
Ersetzung  durch  ein  gerade  so  ähnlich  klingendes  nicht  zu  denken  ist)  entweder ­
  auf  einem  lapsus  memoriae  des  Autors  oder  wahrscheinlicher  auf
einem  Fehler  seines  Plato-Exemplares  beruht?  (Denn  dass  Galen  selbst  so
schrieb,  scheint  der  Gegensatz  ouaxptoxoxEpov  (Z.  5)  zu  lehren,  wenngleich
euxgwxo;  anderweitig  nicht  nachgewiesen  ist.)
            
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