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Gomperz.
vom Weisen nicht viel weniger als Allwissenheit: darin stecke
(so wird Z. 21—23 behauptet) die Forderung einer Erkenntniss
von der höchsten begrifflichen Allgemeinheit, weil eine
solche alle begrifflich untergeordneten Erkenntnisse gewissermassen
in sich schliesst. Ferner hält man den Besitz schwer
zu erlangenden Wissens für ein Kennzeichen des Weisen: die
meisten Schwierigkeiten aber biete wieder der Erwerb des
allgemeinsten Wissens, weil dieses von den — Allen gleich
zugänglichen — Sinneseindrücken am weitesten zurückliegt
(23—25); desgleichen gilt caeteris paribas derjenige Fachmann
für den weiseren, dessen Wissen ein exacteres ist — das Object
des exactesten Wissens aber seien die an Umfang weitesten,
an Inhalt ärmsten Abstractionen 1 (25—28) — und nicht minder
Jener, welcher der bessere Lehrer ist; dies treffe aber von demjenigen
zu, der die meiste Einsicht in die Ursachen besitze
(28 — 30: ctXka. p,yjv y.ai oiSaaxaAtxv; ’h odv.&'t öswprp'.y.v; [j.aAAov ■
ouTot fäp SiSdoxouofi oi tac xkiac Xsyo'Ksc — spl exaarov). Aus der
Analyse dieser und der übrigen Merkmale ergibt sich endlich
der Schluss, dass die ,Weisheit' die Erkenntniss der obersten
Principien und Ursachen sei (982 b 7). Wozu bedürfte es aber
dieser ganzen Analyse, wenn ihr Ergebniss schon von vorneherein
feststünde? Und dies müsste der Fall sein, wenn der
Stagirit wirklich das geschrieben hätte, was ihm unsere Handschriften
und freilich auch schon Alexanders Commentar in den
Mund legt: Sw tov dxpißarccpov xat tov oiSamw&uuJrcEpov twv aixi'wv
aocÖjTSpov sivat Tcspi näam Bedarf es noch vieler Worte,
um die plumpe, das Schlussresultat dreist vorwegnehmende
Interpolation als solche zu erweisen? Die Worte twv akiwv sind
die Zuthat eines vorwitzigen Lesers. 2
Ich berühre noch einige Stellen aus den ersten Büchern
der Metaphysik. Die Naturphilosophen werden um ihrer unvollkommenen
Einsicht in die ursächlichen Principien willen
1 Hat schon Jemand darauf hingewiesen, dass in den merkwürdigen, auch
für einen Aristoteles erstaunlich gehaltreichen Worten: cd yap iXai-Tovtov
axpiß&rrepai töjv sx KpoaO^JEcog XEyopivfov, otov apiO[j.7]TiX7) ystop-ETpiac
Comte’s Lehre von der Hierarchie der Wissenschaften wie im Keime
beschlossen ist?
2 Vgl. auch Khet. A 2, 1355 b 29: Exa<JT7) jcspi io auT?) u7cox£ip.£vbv iart
$toa9xaXixij.