Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

532

P  f  i  l  tii  a  i  61.

wird  gut  gehört!  Jener  Dzi-ra-zi-rö  war  wohl  einst  ein  bemittelter
Kriegsmann!  Jetzt  ist  er  in  diesem  Reiche  ein  armer  Mensch
des  Volkes.  Wenn  ich  euer  Benehmen  betrachte,  so  scheint
ihr  über  die  zwei  Schwerter  zu  schreiten.  In  dem  weiten  Omi
kann  es  nicht  fehlen,  dass  es  keine  Menschen  mit  demselben
Geschlechtsnamen  und  demselben  Namen  gibt.  Wenn  es  Dzi-razi-rö
  ist,  den  ich  auf  Befehl  des  Reichsvorstehers  suche,  so
darf  er,  sobald  er  den  Namen  nennt,  nicht  heraustreten.  Hat
er  auch  den  Ochsen  nicht  geraubt,  er  fragte  nicht,  woher  dieser
sei  und  kaufte  ihn.  Ueberdiess  ist  der  Aufenthaltsort  des  Verkäufers ­
  nicht  bekannt.  Er  mag  sich  wie  immer  ausreden,  man
kann  ihn  unmöglich  loslassen.  Wenn  er  auf  klare  Weise  seine
Unschuld  darthut,  wenn  man  den  schlechten  Bonzen,  der  den
Ochsen  herausgelockt  hat,  auffindet,  offenkundig  das  Urtheil
fällt,  wird,  von  dem  Guten  oder  Schlechten  nicht  zu  sprechen,
die  Sache  von  selbst  aufgeklärt  sein.  Man  mag,  eine  solche
Sache  in  Gedanken  nicht  unterscheidend,  in  die  Liebe  zwischen
Vater  und  Kind  versunken,  unüberlegt  sich  anschicken,  den
Namen  zu  sagen,  wer  würde  glauben,  dass  es  der  wahre  Dzira-zi-rö
  ist?  ,Nicht  sagen  ist  besser  als  sagen'  ist  ein  in  der
Welt  gewöhnliches  Sprichwort.  Die  Reue  darüber,  einen  hilflosen ­
  Menschen  bemitleidet  zu  haben  und  in  die  Schuld  verwickelt ­
  worden  zu  sein,  mag  ich  nicht  haben.  In  einem  alten
Gedichte  heisst  es  auch:
lil  Pft  (Jama-buki)-no  (fana-iro)-goromo  |  nusija
  tare  |  toje-do  kotaje-mo  |  kutsi-nasi-ni  site.
,Von  dem  Kleide  von  der  Farbe  der  Blüthen  |  der  Musspflanze ­
  |  der  Besitzer,  wer  ist  es?  |  Fragt  man  auch,  in  der
Antwort  |  wird  es  der  Jasmin.'
Sirariu-wa  sirade  |  iwanu-ni  sikazu.  Ware-mo  mata  kiku  koto
nasi.  Ko-ja  taje-jo  |  ta-zi-kitsi-jo  \  tsitsi-ga  j  uku-je-wa  sirezu-to-mo
nandzi-ra-ni  tsumi-wa  nasi-  |  to  sude-ni  mi-jurusi-wo  iilce-nagara
|§  fj)  (koku-si)-no  'fzi  lj§L  (zin-kei)-ivo  ada-ni-site  i  n  w
nan-to  omo-wa  madoi  nari.  Usi-wo  nasumi  tsuma-wo  korosu  |  onino
  ko  nari-to  iwaruru-to-mo  \  tsitsi-to-wa  F[||  (naki)-so  minomusi-no
  \  mi-no  josi-asi-wa  faruru  fi  ari.  Kokoro-je-taru-ka-  |  t»
satosarete  \  oja-ko  —■  (itsi-do)-ni  a-to  iraje  \  J|£  (kairui)
  todome-lcane-tari-keru.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.