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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Die  Einkelir  in  der  Strasse  von  Kauzaki.

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Als  sie  dieses  sahen,  war  das  Auge  der  Geschwister
plötzlich  finster,  ihr  Herz  geschmolzen.  Heftig  weinend,  erfassten
sie  rechts  und  links  den  todten  Körper  und  klagten  auf  eine
Weise,  dass  sie  zugleich  sterben  konnten.  Tajo,  in  der  That
von  Jahren  älter  und  auch  zu  einer  solchen  Zeit  nicht  die  Besinnung ­
  verlierend,  zog,  während  ihre  Thränen  herabfielen,
das  an  ihrem  Leibe  befindliche  zerrissene  Kleid  aus  und  bekleidete ­
  damit  den  Leichnam  der  Mutter.  Auf  den  jüngeren
Bruder  blickend,  sagte  sie:  Wie  es  auch  sei,  für  uns  war  in
einem  solchen  Masse  die  frühere  Welt  schlecht.  Nicht  allein,
dass  die  Mutter  eines  unzeitigen  Todes  gestorben,  sind  wir
nicht  einmal  im  Stande  ihr  Begi’äbniss  zu  bewerkstelligen.
Die  Kleider  wurden  ihr  entrissen,  der  Rumpf  zerstört.  Obgleich
es  bereits  dreimal  sieben  Tage  sind,  opferte  man  auch  nicht
eine  einzige  Blume.  Ich  habe  gehört:  Selbst  wenn  man  unter
der  Leitung  eines  geehrten  Heiligen  die  Todtengebete  und  die
Sache  Buddha’s  verrichtet,  befindet  sich  die  Seele  durch  neun
und  vierzig  Tage  in  dem  leeren  Raume.  Umsomehr  ist  dieses
der  Fall,  da  sie  durch  den  Stock  der  Strafe  ungewiss  die  Welt
verlassen  hat  und  man  nicht  hörte,  was  sie  sagen  konnte.  Bei
dem  gegenwärtigen  Wahnsinn  des  Herzens  hieran  denken,  wie
schmerzlich  ist  es!  Wenn  man  gestorben  ist,  mag  man  wohl
nicht  zurückkehren,  doch  redet,  sei  es  auch  durch  Zauberkunst, ­
  nur  ein  einziges  Wort!  Mutter!  Es  ist  Taje!  Auch  Tazi-kitsi
  steht  an  eurer  Seite.  Möchten  wir  doch  hören,  dass
Aeitern  und  Kinder  ein  einziges  Geschlechtsalter  sind.  Unser
Wille  ist  es  nicht,  dass  wir  uns  unterdessen  trennen,  das  Leid,
das  wir  darüber  empfinden,  sehen  es  die  Götter  und  Buddha
nicht?  Für  uns  ist  es  eine  Welt,  in  welcher  Mond  und  Sonne
nicht  leuchten.  Dass  man  uns  nicht  zugleich  durch  Pein  getödtet,
zu  Dämonen  des  Gefängnisses  gemacht  hat,  geschah  es,  um
uns  solches  Leid  ertragen  zu  lassen?  Die  Menschen,  die  man
heimkehren  liess,  sind  unwillig.
Ku-doki-te-wa  rieiki  \  naki-te-wa  ku-cloku.  Joso-ni-wa  siranu
sode-no  ame-ni  \  iri-ai-no  kerne  oto-dzurete  |  itod  THE
zi'o-wo  tsuge-watare-ba  \  ototo-mo  onazi-omoi-nite  |  ja-jo  ane-go  |
amari-ni  itaku  kanasimi-te  \  jami-wädzurai-tamb-na-jo.  On-mi-ni
^  ü  (fu-rio)-no  koto  ara-ba  \  wagci  mi-wa  nani-to  nari-faberan.
  Toto-sama  ije-ni  i-tamawa-ba  \  kokoro-dzujoku-mo  aru-
            
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