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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Sweipolt  Piol  uucl  seine  kyrillische  Buehdruckerei  in  Krakau.

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mischung  der  geistlichen  Censur  erfolgte,  welche  seine  gemeinnützige ­
  Thätigkeit  hemmte  und  den  Verleger  zum  völligen
Ruin  brachte.  Man  pflegt  zwar  den  Osmoglasnilc  als  das
erste  mit  kyrillischer  Schrift  gedruckte  Werk  anzusehen,  jedoch
scheint  es,  dass  die  beiden  ohne  Datum  abgedruckten  Triodien ­
  wenigstens  ein  Jahr  früher  den  Druck  verliessen,  wiewohl ­
  ihre  Drucklegung  nicht  veröffentlicht  wurde.
Da  uns  die  Exemplare  der  Viol’schen  Ausgaben  nicht
frei  zu  Gebote  stehen,  so  können  wir  weder  eine  erschöpfende
Detaillirung  der  vom  Herausgeber  gebrauchten  Anzahl  der  Buchstaben, ­
  noch  eine  vollständige  Evidenzdarlegung  des  Buchstabengebrauches ­
  in  der  Lautlehre,  Wortbildung,  Formenlehre
und  Orthographie  zusammenstellen,  um  daraus  zu  erklären,
was  eigentlich  aus  alten  Handschriften  in  die  Redaction  aufgenommen ­
  und  für  die  künftigen  Druckwerke  als  stabil  beibehalten ­
  worden  ist.  Bekanntermassen  findet  man  in  ldrchenslavischen
  Druckwerken  mehr  Uniformität,  als  in  den  gleichzeitigen ­
  und  sogar  späteren  Handschriften.  Boi  allem  dem
können  wir  nicht  unterlassen,  einige  Eigenthümlichkeiten  hervorzuheben, ­
  welche  uns  eine  flüchtige  Einsicht  in  die  Drucke
vom  Jahre  1491  möglich  machte.
In  Viol’s  Druckausgaben  kommt  der  Buchstabe  0  in  verschiedenen ­
  Formen,  namentlich  0;  0«  0.  W.  @.  VV  und  G
vor.  Das  bekreuzte©  gebrauchte  der  Drucker  immer  in  dem  Worte
®Kp£CT‘Ä,  und  das  O  mit  zwei  Punkten  in  den  Worten
OHH,  OMIK),  OMIIMd,  MNOi'OOHHTdd.  Diese  bildliche  Buchstabenform ­
  ©  und  G  trifft  man  übrigens  auch,  mit  dem  gewöhnlichen ­
  0  untermischt,  in  dem  1561—1562  in  den  südlichen
Buchdruckereien  gedruckten  Evangelium  und  Triodion  an.
Sonst  sind  die  Lettern  der  Krakauer  Druckwerke  nichts
Anderes,  als  die  in  den  gleichzeitigen  Handschriften  gebrauchte
kyrillische  Schrift,  mit  allen  damals  üblichen  diakritischen
Zeichen  und  Abkürzungen,  oder  den  sogenannten  Titla’s,
Slovotitla’s,  Dobrotitla’s,  Chiertitla’s,  Jerik’s,  Pajerik’s  u.  s.  w.
Bemcrkenswertli  ist  es,  dass  in  diesen  Ausgaben  im  Auslaute ­
  nach  Consonauten  das  l>  statt  X  gesetzt  wird:
KCAKb  N£A$l'k,  TUOHML,  IIOEMI,,  CAtUIllAW.«  YOLIJEMb,
            
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