Sweipolt Piol uucl seine kyrillische Buehdruckerei in Krakau.
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mischung der geistlichen Censur erfolgte, welche seine gemeinnützige
Thätigkeit hemmte und den Verleger zum völligen
Ruin brachte. Man pflegt zwar den Osmoglasnilc als das
erste mit kyrillischer Schrift gedruckte Werk anzusehen, jedoch
scheint es, dass die beiden ohne Datum abgedruckten Triodien
wenigstens ein Jahr früher den Druck verliessen, wiewohl
ihre Drucklegung nicht veröffentlicht wurde.
Da uns die Exemplare der Viol’schen Ausgaben nicht
frei zu Gebote stehen, so können wir weder eine erschöpfende
Detaillirung der vom Herausgeber gebrauchten Anzahl der Buchstaben,
noch eine vollständige Evidenzdarlegung des Buchstabengebrauches
in der Lautlehre, Wortbildung, Formenlehre
und Orthographie zusammenstellen, um daraus zu erklären,
was eigentlich aus alten Handschriften in die Redaction aufgenommen
und für die künftigen Druckwerke als stabil beibehalten
worden ist. Bekanntermassen findet man in ldrchenslavischen
Druckwerken mehr Uniformität, als in den gleichzeitigen
und sogar späteren Handschriften. Boi allem dem
können wir nicht unterlassen, einige Eigenthümlichkeiten hervorzuheben,
welche uns eine flüchtige Einsicht in die Drucke
vom Jahre 1491 möglich machte.
In Viol’s Druckausgaben kommt der Buchstabe 0 in verschiedenen
Formen, namentlich 0; 0« 0. W. @. VV und G
vor. Das bekreuzte© gebrauchte der Drucker immer in dem Worte
®Kp£CT‘Ä, und das O mit zwei Punkten in den Worten
OHH, OMIK), OMIIMd, MNOi'OOHHTdd. Diese bildliche Buchstabenform
© und G trifft man übrigens auch, mit dem gewöhnlichen
0 untermischt, in dem 1561—1562 in den südlichen
Buchdruckereien gedruckten Evangelium und Triodion an.
Sonst sind die Lettern der Krakauer Druckwerke nichts
Anderes, als die in den gleichzeitigen Handschriften gebrauchte
kyrillische Schrift, mit allen damals üblichen diakritischen
Zeichen und Abkürzungen, oder den sogenannten Titla’s,
Slovotitla’s, Dobrotitla’s, Chiertitla’s, Jerik’s, Pajerik’s u. s. w.
Bemcrkenswertli ist es, dass in diesen Ausgaben im Auslaute
nach Consonauten das l> statt X gesetzt wird:
KCAKb N£A$l'k, TUOHML, IIOEMI,, CAtUIllAW.« YOLIJEMb,