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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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Golo  wa  tz  kij.

-  Wichtig  wäre  es  zu  ermitteln,  ob  unter  diesen  gleichzeitigen ­
  Buchdruckereien  oder  den  Verlegern  der  ersten  Krakauer ­
  und  venetianischen  kyrillischen  Ausgaben  irgend  welche
Wechselbeziehung  bestanden,  oder  aber  die  Thätigkeit  der
Schriftschneider,  Schriftgiesser,  Drucker  und  Verleger  an  beiden
Orten  ganz  unabhängig  und  selbständig  war.
Bei  dem  gänzlichen  Mangel  an  historischen  Daten  und
Belogen  kann  diese  Frage  vielleicht  durch  umständliche  Vergleichung ­
  beider  Auflagen  der  Lösung  näher  gebracht  werden ­
  ;  es  wäre  daher  wünschenswerth,  dass  die  Liebhaber  der
slavischen  Literatur,  denen  die  Producte  der  ersten  kyrillischen
Buchdruckereien  zugänglich  sind,  diesen  Gegenstand  bearbeiten
und  die  Schlussresultate  zur  weiteren  Nachforschung  in  dieser
Richtung  veröffentlichen  möchten.
Zuvörderst  wollen  wir  zu  diesem  Behufe  die  bis  jetzt
bekannten  Daten  von  dem  Krakauer  slavischen  Buchdrucker
Sweipolt  Viol  zusammenstellen,  um  dadurch  eine  Basis  zu
weiteren  Erörterungen  zu  gewinnen  und  den  Weg  zu  anderen
möglichen  Entdeckungen  anzubahnen.
Bei  dem  Mangel  an  zuverlässigen  Nachrichten  über  seinen
Geburtsort,  Erziehung,  Beschäftigung  u.  dgl.  müssen  wir  zuerst ­
  seine  eigenen  Worte  im  obenangeführten  Epilog  zum
Oktoich,  als  die  zuverlässigste  Aussage,  besonders  hervorheben.
Es  heisst  darin:
,Vollendet  wurde  dieses  Buch  in  der  grossen
Stadt  Krakau  zur  Zeit  der  Regierung  des  polnischen
Königs  Kasimir,  und  zwar  vollendet  durch  den  Krakauer ­
  Bürger  Schwaypolt  Fiol,  aus  Deutschland,'von
deutschem  Geschlechte,  einen  Franken;  beendet  ist
es  nach  Gottes  (Christi)  Geburt  im  14  hundert  neunzig ­
  und  l on  Jahre.'
Aus  diesen  Worten  leuchtet  ein,  dass  Sweipolt  Viol,  ein
Deutscher  aus  Franken,  seine  Herkunft  aus  Deutschland  herleitetc,
  wiewohl  er  sich  vorderhand  Krakauer  Bürger  nennt.
Wo  und  wann  er  geboren,  erzogen  ist  und  wo  er  die  Buchdruckerkunst ­
  erlernt  hat,  ist  uns  unbekannt.
Der  Name  Schwaypoldt  Fieol  (Sweipolt  Viol),  den  er
auch  in  dem  Epilog  beibchält,  weist  schon  auf  seine  deutsche
Abstammung  hin.  Schwaypolt  ist  ein  alterthümlicher  deutscher
            
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